An einer Schule kommt es zu einem Amoklauf, weil zwei Schüler vor Wut und Frust durchdrehen. Sowohl Lehrer als auch Schüler kommen bei dem sinnlosen Gewaltausbruch zu Schaden.
Der junge Regisseur Sascha Vredenburg gewann mit dem Kurzfilm "Sinnlos" 2007 das Schülerfilmfestival NRW.
Für weitere Infos www.artifexsv.de

32 Kommentare
Streberking meinte am 14.01.2007 19:07
ziemlich beeindruckend
ich war vor alle vom aufwand der für diesen film betrieben wurde beeindruckt.
CvD meinte am 19.01.2007 16:28
Die Frage nach dem "Warum"
bleibt offen - und das macht den Film noch verstörender, als er sowieso schon ist. Packende, erstaunlich routinierte visuelle Gestaltung!
TheTruth meinte am 27.01.2007 19:44
genau
der film lässt einen nicht kalt. Offenes Ende, mehr fragen als antworten.
Sehr professioneller film !!
Otanawabaku meinte am 31.01.2007 11:21
Gutes Video
Kann man den Film irgendwo downloaden???
polylux meinte am 31.01.2007 14:29
@ Otanawabaku
Du kannst Dir diesen Film hier so oft wie Du möchtest ansehen. Viel Spaß!
Silencio meinte am 09.02.2007 01:25
Gratulation
Ein sehr gelungener Film. Gratulation an die Macher. Und wie vorher schon gesagt wurde, sehr gute visuelle Umsetzung!
Finch meinte am 09.02.2007 02:23
Toll
Mir gefällt vor allem die Kombination zwischen Montage und Sounddesign des Films.
Das ist euch wirklich gelungen.
Und wenn sich hier schon der CvD (Chef vom Dienst) aus der Polylux-Redaktion positiv zu Wort meldet, dann muss ja schon ein Hauch an Wahrheit dran sein. ^^
Finch
wolfber meinte am 17.04.2007 21:58
Gut und Nachdenklich
agressonen die sich beamte zu herzen nehmen sollten die gerne gott spielen wollen und menschen die hilfe brauchen noch treten..........
Ichtiostega meinte am 03.12.2007 18:23
merkwürdig...
..., dass dieser film in der kategorie games zu finden ist...
T meinte am 16.03.2009 18:08
Eine (fiktive?) Reportage, mehr nicht.
Hätte mir gewünscht, etwas über das Seelenleben der Täter zu erfahren; das hätte den Film wertvoll machen können.
Bei fast jedem Wort ist der Laienschauspieler erkennbar. Wieso nimmt man nicht wenigstens Schauspielstudenten?
T.
Kay meinte am 16.03.2009 18:20
Der Regisseur Sascha Vredenburg hat diesen Film als 11-Klässler gemacht. Schon klar, dass dann kein Hollywood herauskommt.
Gedankengut meinte am 18.03.2009 05:14
Die Frage nach dem Cutter sollte eigentlich nur darauf aufmerksam machen, dass der Film kein Ein-Mann-Projekt a la Sascha Vredenburg darstellt, vielmehr der Film erst durch den Cutter zu dem wurde, was hier kritisiert bzw. wohl von manchen Kommentartoren nicht so wirklich vernommen wurde? *Zwick*
;-?
p.s. Der Cutter ist gleich auch der Regisseur, ein Blick auf die Website hat geholfen. thanks anyway!
nero110 meinte am 16.03.2009 23:28
also ich finde den film fuer 11klaessler beachtlich gut... respekt
Gedankengut meinte am 17.03.2009 11:13
Wie lautet der Name des Cutter, ist es der Regisseur selbst?
Kay meinte am 17.03.2009 14:15
Da schlage ich mal vor, den Sascha selbst zu fragen - per Nachricht in seinem Profil...
Gedankengut meinte am 18.03.2009 05:19
Kommentar zu Kay's Antwort?
http://www.polylog.tv/wildpark/videocast/4322/#17482
andakat meinte am 17.03.2009 17:35
zu schön
ich frage mich wozu effekte wie der mit der roten farbe, die man erst für das reichlich dick und hell klecksende blut des lehrers halten soll. gut sein sollen.
außerdem die szene auf dem klo: soll das dem zuschauer vor augen halten, dass wir alle immer nur auf sex warten, indem das pulli-hochziehen dann aber die waffe freilegt?
ich versteh den sinn nicht, aber insgesamt finde ich den film überhaupt nicht verstörend.
im gegenteil, alles daran von der musik bis zu den kameraeinstellungen ist dazu viel zu routiniert.
wozu ist so ein film gut, der wieder den unkaputtbaren gruseleffekt des themas nutzt, um - ja was eigentlich sagen zu wollen?
wenn man kein wirklich neues auch ästhetisches konzept hat, soll man doch lieber die finger von dem thema lassen. der film ist letztlich so reißerisch wie alles was gerade von dem thema inspiriert produziert wird.
"sinnlos" finde ich vor allem immer mehr bilder zu produzieren, die nicht neues beizutragen haben, außer dass amokläufe damit jedesmal ein stuck weiter teil von einer medialen ästhetik werden, die unser aller bedürfnis nach drastik hin und wieder sättigen muss.
Gedankengut meinte am 18.03.2009 05:31
Die Szene mit dem Klo zeigt mir, dass Schueler in den Toilettenpausen noch ganz andere Dinge machen koennen und selbstverstaendlich bedient dieser Kurzfilm auch Klischees.
andakat meinte am 17.03.2009 17:40
ps
was soll der titel eigentlich aussagen?
was heißt es amokläufe als sinnloses handeln zu betiteln?
"die handeln sinnlos, wir handeln sinnvoll"?
das wäre wohl kaum haltbar und einmal mehr der versuch, amokläufer zu einer anderen spezies zu erklären, die mit "unserer" welt der rationalität und begründbarkeit nichts zu tun haben.
oder hat jemand eine andere erklärung?
Heimer meinte am 17.03.2009 20:27
Sinnlos ist ein Amoklauf insofern, da er weder die Situation des Täters verbessert oder auf seine wirklichen Probleme aufmerksam macht, sondern lediglich bei Medienvertretern für hohe Quoten sorgt. Insofern ist mir so ein Film von authentischen Herstellern viel lieber als die 1000ste Reportage in Film Funk und Presse...
Gedankengut meinte am 18.03.2009 05:52
So bitter es auch klingt, aber sinnlos waren viele Amoklaeufe nicht, vielmehr sind sie in dieser Form wie sie hier angesprochen werden als radikale Anwort fuer das Scheitern einer Gesellschaft gegenueber Kindern zu verstehen.
Wenn man sich mal ansieht, was die Gesellschaft nun alles so vorschlaegt und wie sie ganz ploetzlich erst nach den Amoklaeufen darueber nachdenkt was man alles haette besser machen koennen und was man alles noch verbessern koennte, dann "war" es ganz und garnicht sinnlos. Das Amoklaeufe erst geschehen mussten, damit in der Gesellschaft etwas in Bewegung kommt, ist Groteske genug und zudem noch viel viel viel "sinnLOSER"!
Wenn in der Gesellschaft alles funktioniert, in der Schule alles laeuft, es keinen Grund gibt so radikal zu Handeln, dann waere es nicht nur sinnlos, sondern auch noch vollkommen ergerbnislos. Letzteres ist hier aber nicht gegeben und folglich resultiert daraus auch ein entsprechender Sinn, der, wie bereits erwaehnt, aus einer zwar grotesken Motivation erwuchs, man es nur leider nicht als sinnlos abtun kann und moeglicherweise war der mediale Rummel ja auch vom Amoklaeufer beabsichtigt.
artifexsv meinte am 23.03.2009 19:41
Ich kann auch anders um Hilfe schreien, dazu muss ich nicht meine Mitmenschen in einem Blutbad erledigen... ich glaube nicht, dass ein Medienrummel von einem Amokläufer jemals beabsichtigt wurde in der Hinsicht, dass sich etwas daraufhin in unserer Gesellschaft bessern könnte. Wie viele Kinder und Jugendliche haben extreme Probleme, schlimmere noch, als Tim sie vielleicht jemals gehabt hatte, und dennoch wählen sie andere Auswege. "Wir" können es eh nicht mehr verhindern, egal, was wir uns einfallen lassen. Die Entscheidung liegt bei einem selbst. Was die Medien mittlerweile daraus machen, ist reine Pornographie....
... Ich bin dankbar für jeden Kommentar, der hier zu unserem Film abgegeben wird - wir haben versucht, als Schüler uns mit diesem Thema auseinander zu setzten.... aber vielleicht können Diskussionen über den 2. Weltkrieg woanders ausgefochten werden, dafür sehe ich hier nicht den Platz!! Danke.
Gedankengut meinte am 24.03.2009 10:28
Das der Medienrummel von einem Amoklaeufer nicht von Anfang an bedacht wurde, glaube ich wiederum nicht. Eine positive Gesellschaftsveraenderung, resultierend aus den Taten, konnte aber keiner der Amoklaeufer voraussehen und somit ist eine solche Intension des Taeters natuerlich fragwuerdig und vielleicht auch eher unwahrscheinlich.
Andererseits haben erst die Taten genau eine solche positive Gesellschaftsveraenderung entfacht - so ist jedenfalls mein Eindruck. Zumindest scheint sich die Gesellschaft erst daraufhin mehr Gedanken zu machen und das wiederum kann dann nicht als sinnlos betrachtet werden.
Selbstverstaendlich koennen wir ueber andere Wege um Hilfe schreien. Die Menschen sind allerdings sehr unterschiedlich und die Art wie sie auf Ihre Situation aufmerksam machen demnach auch. Nicht zuletzt will man ja eigentlich auch nicht als Hilfsbeduerftiger auffallen, sondern will man seine negativen Gefuehle vor anderen verbergen, so wenig wie moeglich von sich Preis geben. Das macht es ja so schwierig zu erkennen ob jemand Hilfe benoetigt oder nicht. Werden wir gefragt wie es uns geht, sagen wir automatisch "gut". Es ist ein Reflex und eher ein Verbot mehr als noetig von sich Preis zu geben, denn sonst koennte jemand einen selbst ja als Leistungsschwach ansehen und man waere dem Gegenueber noch mehr ausgeliefert. Was natuerlich ebenso Groteske ist.
In der Schule lernt man alles moegliche, nur nicht wie mit den eigenen Gefuehlen und denen der anderen umgegangen werden muss. Das lernt man alles meist erst im Erwachsenenalter, leider dann oft viel zu spaet und selbst viele Erwachsene haben dabei so Ihre Schwierigkeiten und sind es doch die Erwachsenen die Regieren, die die Richtung vorgeben. Ob das dann auch alles immer so Richtig ist, bleibt offen. Es kraenkelt an wirklich sehr vielen Stellen, ueberall wo der Mensch sich eingerichtet hat...
artifexsv meinte am 24.03.2009 12:43
Man hat sich in der Schule selbst viel zu wenig mit diesem Thema beschäftigt - zumindest, was meine Schule angeht. So hat man vielleicht eine Schweigeminute für die Opfer eingelegt, aber richtig diskutiert oder besprochen wurde es im oder außerhalb des Unterrichts nie. Wie sich die (positive) Entwicklung in den Jahren ausgewirkt hat, kann ich nicht beschreiben. Durch die Medien werden immer wieder dieselben Diskussionen an den Tag gelegt - es geht nur um neue Waffengesetze und Verbot von "Killerspielen" - ob dies aber wirklich entscheidende Kriterien sein können, die die mögliche Entscheidung für eine solche Tat verringern, bezweifle ich. Vieles davon ist vielleicht nicht sinnlos, aber sinnfrei. In der Öffentlichkeit wird an den falschen Stellen diskutiert.
Mal ganz abgesehen davon verstehe ich nicht, dass es einem "einfachen" Mann, wie Tims Vater, überhaupt erlaubt ist - egal mit welcher Begründung - eine 9mm Waffe zu besitzen...
uasg meinte am 24.03.2009 14:44
Geisteskranke bzw. Menschen mit psychischen Störungen wird es immer geben. Vielleicht produziert dieses Schulsystem und die gegenwärtige Gesellschaft besonders viele davon. Einige wird es aber immer geben auch bei idealem Umfeld. Da stellt sich dann die Frage, wie unkompliziert der Zugang zu Waffen ist, die diesen bedauernswerten Menschen es ermöglichen viele unbeteiligte mit in ihr Schicksal hineinzuziehen.
Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn jemand Sportschütze ist. Ich selbst bin einer. Allerdings halte ich es für selbstverständlich, dass die Waffen an der Trainingsstätte verwahrt werden, wie ich es lange Zeit meines Lebens erlebt habe. Zu Hause oder im Garten darf ohnehin niemand mit seiner 9mm trainieren. Was sollen die Waffen also im eigenen Haus??
rufux meinte am 24.03.2009 15:12
verstehe wahrscheinlich sowas wie (Sport)Mauerschütze...
artifexsv meinte am 24.03.2009 16:36
Ich war auch mal Sportschütze, allerdings keine Waffen zuhaus und die gehören da auch nicht hin, das sehe ich genauso. Ob 9mm aber Sport sein kann, weiß ich nicht?! Das sehe ich anders...
rufux meinte am 24.03.2009 17:17
Kaliber 9mm und insbesondere die in Winnenden benutze Beretta Pistole ist für den Sport absolut überflüssig und deren privater Besitz sollte nur über eine Waffenbesitzkarte nicht erlaubt sein, denn dagegen sind selbst kugelsichere Westen wirkungslos und es gibt ja auch keinen Schützenkönig im Granatwerferschiessen.
die Waffen irgendwo ausserhalb zentral und unbewacht zu lagern, ist aber geradezu eine Einladung für Kriminelle ihre Waffenarsenale aufzubessern und ich kann schon nachvollziehen, dass jemand seine privaten z.T. teuren Sportgeräte lieber zu Hause hat.
ich fände es besser wenn Sportschützen vielmehr die Munition nicht nur getrennt, sondern gar nicht zu Hause lagern dürfen und für sportliche Zwecke müssen Parabellum Geschosse absolut tabu sein und das hätte wohl gereicht um solch einen Amoklauf, zumindest in einem solchen Ausmass zu verhindern.
was das Motiv anbelangt dazu kann man die Täter ja meistens nicht mehr befragen, aber ich denke da wird gerne zu viel reininterpretiert und hat primär immer persönliche Gründe, die aber natürlich vom Umfeld und eben auch von Killerspielen getriggert werden und im realen Leben wäre es sicher auch oftmals hilfreich die Zeit wie hier im Film zurückdrehen zu können bzw. nur aus einem schlechten Traum zu erwachen...
T meinte am 24.03.2009 17:15
Sport-Schusswaffen gehören sowieso abgeschafft und sind nicht mehr zeitgemäß. Man braucht heute für den Schießsport keine Waffen mehr, aus denen vorne was rausfliegt. Das kann man alles elektronisch machen, auch mit sehr präziser Trefferanzeige. Und wenn da unbedingt was rauskommen soll, kann man einen Laserstrahl nutzen.
Die langen Schießbahnen sind auch überflüssig. Man schießt auf ein 1 m entferntes Ziel und extrapoliert die Abstände auf das gewünschte Maß -z.B. 100 m- damit der Schütze sich über einen weiten Schuss freuen kann.
T.
uasq meinte am 24.03.2009 17:35
An die reaktionäre Redaktion:
Wo ist mein kritischer Beitrag über den Sinn und Zweck des kapitalistischen Bildungssystems geblieben?
Gedankengut meinte am 25.03.2009 18:06
Soweit ich es mitbekommen habe, sollen sogar etliche Waffenbesitzer die Initiative ergriffen und ihre Waffen bei der oertlichen Polizeistelle abgegeben haben, mit dem Hintergrund, dass sie moeglichen Missbrauch dadurch minimieren wollen.

Sicherlich ist es eine Frage der Zeit und man wird abwarten und beobachten muessen wie sich die Reaktionen weiter verhalten oder ob es nur von kurzer Dauer sein wird. Von den geplanten Umstrukturieungsmassnahmen an Schulen mal aussen vor, da gibt es aber bereits an mancher Schule kleine erfolgreiche Konzepte, die erst aus den Taten hervorgegangen sind.
Der Hinweis auf Geisteskranke bzw. Menschen mit psychischen Störungen kann so nicht stehen bleiben und was das Motiv anbelangt dazu kann man die Täter ja meistens nicht mehr befragen auch nicht.
Bei einer statistischen Auswertung durch A. Schmidtke, S. Schaller, I. Müller, D. Lester und S. Stack 2002 wurden Zeitungsberichte von 143 Ereignissen aus den Jahren 1993 bis 2001 ausgewertet. Dabei wiesen sieben Prozent der Täter eine psychiatrische Vorgeschichte auf. Tatmotiv war meist Rache (61 Prozent). Andere Untersuchungen wie die Auswertung von 30 nordamerikanischen Amokläufen von Hempel, Meloy & Richards (1999) gehen von einem Täteranteil von 40 bis 67 Prozent mit psychotischen Symptomen aus, wovon die meisten unter paranoiden Wahnvorstellungen litten. Adler et al. hatten 1993 ebenfalls aus Presseberichten von 196 Fällen eine Quote von 55 Prozent psychisch erkrankter Täter ermittelt, wovon 27,8 % an Psychosen, 9,3 % an Wahnerkrankungen, 26,9 % an schweren Persönlichkeitsstörungen, 25,9 % unter Intoxikationen und 10,2 % an Affektstörungen litten.
T meinte am 25.03.2009 21:13
Kann ein Amokläufer überhaupt psychisch gesund sein? Schwierige Frage!
Wann ist man psychisch gesund?
Richtige Antwort: Wenn man nicht psychisch krank ist.
Aber wann ist man das? Klassifikationen sind auch in Bewegung und erfassen nicht alles.
T.