Die Videothek

Hier gibt es die handverlesene Auswahl Eurer Videos und unserer Fernsehbeiträge nach Ressorts geordnet.

dailyme.tv

dailyme.tv - kostenlos aufs Handy

polylux

Weltweiter Finanzcrash? Na endlich!

< Zurück: Videothek

polylux

Der Film „Let´s make MONEY“ und die Enthüllungen eines Londoner Ex-Bankers machen klar: Gelangweilte, zynische Banker verzocken unsere Ersparnisse noch vor der Mittagspause. Gut, dass es damit endlich vorbei ist.

Du musst dich anmelden, um diese Funktion ausführen zu können.


32 Kommentare

wer erzählt eigentlich ständig dass alles vorbei ist?

gar nichts ist vorbei, sondern die Investitionen und sicherlich auch die Spekulkationen gehen mit neuen und hoffentlich international gültigen und vernünftigen Regularien hoffentlich wieder, allerdings auf deutlich kleinerem, aber auch spekulationsbereinigtem Niveau weiter und das ist gut so!

oha... Regularien sind der direkte Weg nach Moskau!

rotes Gewäsch!

Bei diesen Film und dem Kommentar, genau wie bei fast allem was jetzt über "Banker" verbreitet wird, wird nicht ziwschen "spekulanten und geld "hin und her schiebern" und z.B. Schalterangeatellten unterschieden! macht doch mal die augen auf!
Banker ist nicht gleich Banker!

Als Schalterangestellter kannst du in der Tat nicht viel Unheil anrichten, aber wenn du etwas Ehrgeiz hast und für deinen Arbeitgeber interessant sein willst, d. h. bei einer Entlassungsaktion nicht die erste Wahl sein möchtest, wirst du nach deiner Ausbildung zum Bankkaufmann Lehrgänge absolvieren und Zusatzqualifikationen erwerben, um dann auch Beratungsgespräche führen und Verträge mit Kunden schließen zu können bzw. zu dürfen.
Zzt. bis du noch ziemlich ahnungslos und hast keinen Einblick in die Abgründe deiner Branche. Deine Vorgesetzten wollen dich zu Beginn deiner Ausbildung nicht fachlich und emotional überfordern. Aber wenn du deine Lektionen gelernt hast, wird man von dir das erwarten, was das originäre Geschäft einer Bank ist, nämlich Geld von Kunden eintreiben. Wenn euch niemand Geld anvertraut, könnt ihr dichtmachen. Ihr braucht das Geld, um es anderen als Kredit mit hohen Zinsen zur Verfügung zu stellen und mit dem Geld spekulieren zu können. Du wirst also unter dem Druck, dein Monatssoll erfüllen zu müssen, Kunden anrufen oder anschreiben, um sie zu einem Beratungsgespräch einzuladen, denn du hast -egal wie einträglich die Geldanlage des Kunden auch ist- immer eine noch bessere anzubieten. Mit jeder neuen Geldanlage wird der Kunde von der Bank abgezockt und weil die Bank dir dafür dankbar ist, erhältst du eine Provision.

Die großen Kaliber der Finanzbranche sind auch die großen Halsabschneider. So anvisiert Ackermann z.B. eine Rendite von 25 %, (kürzlich allerdings wieder in Frage gestellt) was nur mit riskanten Spekulationen zu erreichen ist. Wenn die Rechnung aufgeht, haben andere, die sich verspekulierten, das Nachsehen. Wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer und beiden ist gemein, Geld verdienen zu wollen, ohne eine realwirtschaftliche Basis zu haben. Solche Leute sind die wahren Egoisten unserer Gesellschaft; sie schaffen keine Werte aber werden reich bzw. wollen reich werden, ohne Werte zu schaffen -also Reichtum auf Kosten anderer.
T.

Nachdem unser Universalgelehrte Rufux heute in seinem Kommentar um 21:31 Uhr en detail die Finanzkrise erläuterte, will ich mich auch mal an diese schwierige Materie wagen.

Der Grund für die Finanzkrise liegt in der unersättlichen Gier der Geldgeber nach maximaler Rendite. Diese Gier macht blind und unvorsichtig, denn mit Vorsicht, d. h. mit Zurückhaltung könnte man ein Geschäft verpassen und in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs rechnet sowieso keiner mit Verlusten. Konkret bedeutet dies, dass Kredite sehr großzügig und üppig vergeben wurden und diese Kredite über viele, kaum noch überschaubare Stationen im Rahmen einer Kreditabsicherung weiterverkauft wurden, und dies immer in Spekulation auf eine Wertsteigerung des Kreditobjektes bzw. maximaler Rendite beim Erwerb einer angebotenen Risikoabsicherung. Die Rechnung geht im Durchschnitt auch auf, wenn die Witschaft expandiert und durch den Witschaftszuwachs das ansteigende Volumen dieser im Schneeballsystem erworbenen und weiterverkauften Schulden abgedeckt ist. Aber ein periodischer Wirtschaftsabschwung kommt gesetzmäßig und offenbart dann eine zu große Diskrepanz zwischen der realwirtschaftlichen Basis und der Finanzblase. Die Wertsteigerung der kreditierten Objekte bleibt aus, Firmen gehen Pleite, so dass Banken nicht zu ihrem Geld kommen und Kreditabsicherungen werden mit zunehmenden Pleiten eingefordert, die von den Erwerbern dieser Absicherungen (Risikoversicherern) in dem großen Umfang nicht bedient werden können. Die Erzeuger dieser Blase gehen um so schneller Pleite, je weniger Eigenkapital vorhanden ist und ziehen die für Investitionen auf Finanzmittel angewiesene Wirtschaft noch weiter mit in den Abgrund. Künftig wird es darum gehen, das Entstehen solch einer Finanzblase durch zu kontrollierende Regeln zu verhindern.
T.

danke für die Blumen und deine Analyse stimmt zwar soweit ich das beurteilen kann, aber nur niedrige Zinsen in Verbindung mit geringem Eigenkapital sind nicht das alleinige Problem, denn die sind sogar sozial, weil sie motivierten Menschen auch mit kleinerem Vermögen ermöglichen, grösseres Eigentum zu erwerben und/oder ein Unternehmen zu gründen und eben gerade nicht wie bei hohen Zinsen ganz im Sinne von Marx und dann übrigens deflationär girales Kapital ohne Wachstum akkumuliert.

natürlich muss das dadurch auch günstigere und oft verlockende Risiko kalkuliert und möglichst gut abgesichert sein und nicht zwangsläufig in den Konkurs führen, sodass nur mehr oder weniger egoistische bzw. unseriöse Inverstmentberater und teilweise auch Konkursverwalter daran verdienen.

das gilt sowohl privat, als auch betriebswirtschaftlich und natürlich auch volkswirtschaftlich und wird zumehmend komplizierter und die Summen werden im wahrsten Sinne des Wortes inflationär, aber das mit möglichst geringer Rate und natürlich auch schon immer durch die Notenbanken (seit neustem auch in Moskau) reguliert, immer grösser...

"Zzt. bis du noch ziemlich ahnungslos und hast keinen Einblick in die Abgründe deiner Brange."
Wie kommst du darauf?
Nicht jedes Kreditinstitut funktioniert so.
Bei uns bekommen Mitarbeiter keine Provision!
Bei uns werden 90% der Azubis übernommen!
die 10% welche nicht übernommen werden, sind einfach nicht geeignet oder wollen sich neu orientieren!
Klar bietet man dem Kunden eine bessere Geldanlage an wenn man eine bessere hat. Klar gibt das bei dem Erwerb von Aktien u.Ä. eine Gebühr, und dann rechnen wir dem Kunden vor, das wenn er die anlage anderthalb jahre hält, die gebühr sich gelohnt hat. Und dann verdienen beide. wenn er seine geld auf dem z.B. sparbuch lässt bekommt er wenig zinsen, wir dafür keine gebühren ist doch für beide nicht optimal oder etwa nicht??????

Klar gibt es leute die nur auf ihre Provision aus sind und auch dem Kunden schaden durch das was sie tun, aber das ist nur ein winizger teil und kommt bei uns nicht vor da wir keine Provision gekommen!

700 Milliarden für Banken (USA) + 500 Milliarden (EU)

Mit 700 Milliarden Dollar könnte man die Millenniumsziele (dazu zählt die Halbierung der Armut bis 2015) der UN fünf Mal finanzieren. Mit 500 Milliarden Euro wiederum könnte man vier Jahrzehnte lang zehn Millionen Aids-Patienten mit Medikamenten versorgen.
Quelle: Klick mich!


Die Gewinner beim Namen nennen:
Mit Wetten auf den Verfall des Markts für risikoreiche Eigenheimdarlehen („Subprime“) hat demnach der Finanzmanager John Paulson 3,7 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) verdient.
Die WELT



Da sind mir die hohlen Leidens/Lebensgeschichten verirrter Anlageberater so was von egal, kein Mitleid. Die Gier und die ungezügelte Dekadenz ist aber kein Stigma von Bankangestellten. Wir Wohlstandsaffen sind durch die Bank derart Gewissenlos, dass es eigentlich gerecht wäre, unser ganzes Mördersystem würde in die Steinzeit gebombt. Widerlicher Leichenschmaus, auf dass uns die Schwarte bricht, ein verfettetes, dekadentes und wertloses Herdenvieh, dass alles verbeisst, was sich dem üppig gefüllten Futtertrog nähert, ekelhafte Scheissmenschen! Industrienation = Massengrab für alle Anderen! Wir sind alle Mörder! Fettfressen! Auch die mit Magersucht!
Gewinnertypen sind Mörder! Und wir alle profitieren vom diesem System der mörderischen Ausbeutung!

ich hatte deine Kommentare irgentwie konstruktiver in errinnerung, nicht das ich dir wiederspreche, nur deine ausdrucksweise ist.... interresant.

nene die war immerschon so, musst du verwechseln.

TV verrecke

Ein Toast auf klare Worte:

polylux ist nur ein Instrumentarium des Industrieclubs kritische Geister zu binden und durch Livestylewichse zu verblöden.
Jeder hier hat den Anspruch das System zu begreifen und analytisch den Wurm im Apfel zu benennen. Die eigene Rolle des mickrigen Wurms soll bloss keiner realisieren. Hier wird verweltschlimmbessert auf zackig idiotologischem Niveau. Extremisten von gruenviolett bis zu brünettblondinchenblöd seibern sich hier seit Jahren mit hohlen Verleumndungen, Drohungen und anderen Hinterfotzigkeiten gegenseitig an und die Redaktion hat keinerlei Rückgrat. Medienfuzzies ohne jede Gesellschaftsrelevanz geilen sich an diesem Schattenboxen auf, da es ja ihre überbezahlten Stellen und ihre Sklaven in Praktikum finanziert. ÖR Fernsehen ist Volxverblödung, sprengt die Sendetürme und Anstalten und geht auf die Strasse und kämpft mit realen Zeitgenossen für eine menschenwürdige Zukunft!

Na wenigstens einer hat hier den Durchblick…

Deine Rechnung geht nur leider nicht auf, denn das von dir erwähnte Geld ist im Grunde genauso irreal wie die Werte, mit denen das globale Finanz- bzw. Wirtschaftssystem an den Rand des Zusammenbruchs geführt wurde. Der größte Teil davon sind Bürgschaften, die der Staat hoffentlich niemals einlösen werden muss. Denn das versprochene Geld hat er gar nicht. Die kommenden Generationen dürfen nun auch weiterhin horrende Zinsen auf die Schuldenberge ihrer Vorväter/Mütter zahlen, anstatt das Geld in Gesundheit, Bildung und Entwicklung zu investieren.

Diese ganze Aktion wurde nur durchgeführt um das Vertrauen in ein mehrfach gescheitertes System wiederherzustellen… Warum???

Weil es bei all der fundamentalen Kritik die es jetzt hagelt und die teilweise auch mehr als berechtigt ist scheinbar keine weiteren Alternativen außer dem bereits disqualifizierten Sozialismus-Gespenst und dem religiösen Fundamentalismus gibt.

Auf das System schimpfen ist weiß Gott nicht schwer. Sieht man doch gerade jetzt wieder so überaus deutlich wie fragil und fehlerhaft es ist. Aber den wirklichen Über- bzw. Durchblick bei den weltweit vernetzten Geschehnissen hat doch niemand mehr, sei er noch so mächtig, reich, gebildet oder radikal.

Karl Marx hat das kapitalistische System als technischen Fortschrittsmotor beschrieben, das eine Gesellschaft, sobald durch den technischen Fortschritt all ihre Bedürfnisse befriedigt sind, vor die Wahl stellt entweder weiterhin dem Prinzip-Mehrwertschöpfung im Sinne der komparativen-Kostenvorteils-Theorie von Smith und Riccardo hinterher zu hecheln, was unweigerlich in einer Katastrophe enden muss. (Punkt erreicht?)
Oder die Gesellschaft revolutioniert sich selbst und führt ein wirklich neues Wirtschaftssystem ein. Wie diese neue („kommunistische“) Gesellschaft genau aussehen soll hat Marx aber leider nicht verraten. Wie sollte er auch, da er den technischen Fortschritt der letzten 150 Jahre wohl kaum voraussehen konnte…
Das ließ Raum für die Interpretationen seines Werkes durch Machtpolitiker a la Lenin und Stalin. Sie instrumentalisierten die Finanz-Analysen von Marx um ein neues absolutistisches Herrschaftssystem zu installieren, dass es Ihnen ermöglichte den technischen Fortschritt der kapitalistischen Produktionsweisen extrem zu beschleunigen und Russland innerhalb weniger Jahrzehnte vom feudalen Bauernstaat zur Raumfahrt betreibenden atomaren Supermacht hoch zu puschen. (ähnlich wie z.Z. China) Die Rechnung zahlte die Bevölkerung mit der Aufgabe ihrer freiheitlichen Rechte.


Was die Menschheit jetzt braucht ist keine Revolutionsrhetorik, keine Sündenböcke und im Endeffekt auch keine Milliardenspritzen weder in den Banksektor und schon gar nicht in die dritte Welt. Denn es geht nicht darum den im Westen erwirtschafteten bzw. organisierten Wohlstand nach Afrika zu verschippen. Es darf auch nicht um die größenwahnsinnige Vision eines sozialistischen Weltstaates gehen.
Wir brauchen sind tragfähige neue Ideen, die auf tragfähigen wirklichen internationalen Kompromissen beruhen die echte Chancengleichheit eröffnen. Das erfordert jedoch neue Sprach-, Denk- und Logikmuster. Ein neues Paradigma das neue Prioritäten setzt. Armut, Umwelt, Kriege. Dort sollten die Prioritäten der Außenpolitik der Industriestaaten liegen. Nicht auf der Fatamorgana Sicherheit und Wirschtaftswachstum.

Strohfeuer

Inanspruchnahme von Buergschaften sind nichts weiter als Strohfeuer. Dem "Main-Problem" am Schopf gepackt ist damit noch lange nicht und gedient auch niemanden! Die Frage ist doch auch, worin werden inanspruchgenommene Buergschaften reinvestiert? Als Steuerzahler und somit auch Glaeubiger, wuesste ich da dann schon gerne Bescheid.

Eine Schande ist das doch!

Wer oder was hat die Bankenkrise eigentlich gleich nochmal ausgeloest?
Weiss denn wenigstens das noch irgendjemand?

Ich blicke da naemlich immer noch nicht durch...

mehr Durchblick

es gibt nicht nur einen Grund für diese Finanzkrise, sondern mehrere Ereignisse, die sich teilweise bedingen und gegenseitig verstärken und damit auch Auswirkungen auf die reale Wirtschaft und schlimmstenfalls möglicherweise auch gesellschaftliche Folgen haben könnte, wie Heimer schon treffend aufgeführt hat:

die grösste Blase waren die amerikanischen Subprimes, die teilweise mit anderen Zertifikaten verpackt weltweit weiterverkauft wurden und damit haben sich diverse Immobilienfonds und Baufinanzierer mit Gewinnabsicht eingedeckt und teilweise auch Investition für weitere Immobilienprojekte gerade auch in Spanien scheinbar abgesichert.

das Platzen dieser Immobilienblase nicht nur in den USA fällt nun mit einem durchaus erwarteten zyklischen Konjunkturabschwung dieses immer noch grössten Binnenmarktes der Welt zusammen, der ausserdem noch das grösste Haushaltsdefizit aller Zeiten und eine bisher nicht kalkulierbare private Verschuldung zu verantworten hat, aber auch in Asien und hier ganz besonders in Japan, dem China langsam existentiell das wirtschaftliche Wasser abgräbt, stehen die Zeichen auf Rezession.

zusätzlich haben wir eine Energiekrise aufgrund der wachsenden weltweiten Industrialisierung und des durchaus weiter wachsendem Wohlstands, was aber auch eine Automobilkrise nach sich zieht, da gerade für eher hochpreisige und leistungsstarke deutsche Automobile eine gewisse Marktsättigung zu beobachten ist, was wiederum der deutschen Exportwirtschaft schadet.

dann gibt es auch eine Währungskrise, die aufgrund unterschiedlicher Leitzinsen in den wichtigsten Währungsräumen zustande kommt und die Island und auch Ungarn mit Spekulationen in den nationalen konvertiblen und eher schwachen Währungen an den Rand des Staatsbankrotts gebracht hat.

last but not least gibt es noch diese Hedge Fonds mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Strategien, die ursprünglich mal erfunden wurden, um Verluste durch Spekulationen mit Aktien abzusichern, aber mitlerweile zum hochspekulativen Selbstzweck geworden sind.

dabei werden auf Kredit irgendwo in einer gerade billigen Währung mit möglichst günstigem Zinssatz unterschiedliche Wertpapiere oder Rohstoffe oder auch nur Devisen zum aktuellen Kurs ausgeliehen und zeitnah in einem anderen Währungsraum mit höheren Zinsen und idealerweise mit Gewinn verkauft.

der Hedgefond Manager setzt aber bevorzugt auf Werte, wo kurz- bis mittelfristig ein Kursverlust zu erwarten ist, um seine geliehenen Aktiva dann durch den teilweise selbst (mit)verursachten Wertverlust billiger zurückzukaufen und sich damit mit einem weiteren Buchungsgewinn glattstellen zu können.

dieses Geschäftsprinzip kann er dann in Form von Anteilsscheinen entweder in den halbwegs kontrollierten Freihandel bringen oder aber einen geschlossenen Fond gründen und seine Dienstleistung nur einem erlauchten Kreis von Anlegern und dann ganz ohne jegliche Kontrolle irgendeiner Börsenaufsicht und mit Provisionsanteilen von ca. 20% und möglichst auch mit Sitz in irgendeinem Steuerparadies anbieten.

das erklärt dann diese z.T. exorbitanten Vermögenszuwächse dieser Hedge Fonds, die aber auch nur teilweise tatsächlich zu versilbern sind, weil der grösste Teil des angehäuften Vermögens nur aus geliehenen Werten besteht.

nichtsdestotrotz verdienen erfolgreiche Hedge Fond Manager, wenn ihr Kartenhaus nicht vorzeitig zusammenbricht, durchaus mal dreistellige Millionenbeträge pro Jahr an realen US$ und dagegen ist selbst Jupp Ackermann schon fast ein sozialromantischer Kollektivist.

gerade diese Leerverkäufe im grossen Stil scheinen das Finanzsystem aber ziemlich zu belasten und verstärken die Volatilität der Märkte zunehmend, je mehr Kapital in diesen Hedge Fonds umhervagabundiert.

deshalb sind sie im Freiverkehr erstmal an allen Börsenplätzen untersagt, aber das gilt natürlich nicht für die geschlossenen Fonds, die sich bisher sowieso absolut jeglicher Aufsicht entziehen.

zur weiteren Stabilisierung des globalen Finanzsystems würde es sicher hilfreich sein, solche Leerverkäufe dauerhaft und genauso wie Insidergeschäfte generell zu untersagen und unter Strafe zu stellen, aber auch solche Fonds komplett zu verbieten, dürfte eher kontraproduktiv sein und alle Börsen zu schliessen, was diese Spinner von Attac u.a. fordern, ist sowieso absolut indiskutabel.

manche primär auch durch diese Subprimes angeschlagenen Banken, die auch mehrheitlich mit geliehenem Geld operieren und es durchaus sinnvollerweise entweder an ihre Kunden weiterverleihen oder aber anlegen, hatten nun Liquiditätsprobleme, weil sich die Banken untereinander nicht mehr wie sonst üblich Geld zu bestimmten Zinsen geliehen haben, da sie durchaus befürchten mussten es bei einer weiteren Bankenpleite, aufgrund der heute üblichen geringen Eigenkapitalquoten nicht mehr zurück zu bekommen und erst hier setzt dann die Staatsbürgschaft ein, die interessanterweise hierzulande bisher aber nur landeseigene Banken in Anspruch genommen haben.

immerhin fällt der Ölpreis und der Dollar steigt ausserdem und das sind durchaus positiv zu bewertende Gegenreaktionen, die deutlich zeigen, dass die Weltwirtschaft nicht komplett aus dem Ruder läuft und zudem ist Obama die Wahl nächste Woche so gut wie sicher, sodass man fast schon eine neue Verschwörungstheorie konstruieren könnte...

Oha. Also doch eher komplex..
Das man die Krise nicht hat kommen sehen, ist doch auch unwahrscheinlich. Wer ausser den aufgezaehlten traegt eigentlich noch Schuld an dieser Krise? Traegt nicht auch derjenige ein Stueckchen Mitverantwortung, der sich da bisher fein rausgehalten hat, der aber wusste das er haette etwas unternehmen muessen?

Ich verstehe wirklich nicht wie ein Staat soetwas nicht vermeiden konnte, bzw. er nicht schon viel frueher die Luecken Dicht gemacht hat? Wenn er es jetzt hinbekommt, wieso nicht schon frueher?

Und wenn die Banken es in Zukunft besser machen, wer garantiert uns, dass sie sich daran halten und warum haben die nicht schon viel frueher reagiert?

Es wird scharmlos ausgenutzt was auszunutzen geht. Wie so oft, bleibt doch gar keine andere Moeglichkeit, ausser der Staat mischt sich ein.

Man sieht ja, wohin das sonst ganz offensichtlich fuehrt!

Poblem erkannt - Gefahr gebannt

niemand kann die Zukunft vorhersehen und auch Tendenzen lassen sich immer unterschiedlich interpretieren, denn so einfach ist das alles nicht in der grossen globalen (Wirtschafts)Welt und auch deshalb gibt es G7-20 Gipfel, denn nur mit nationalen Regelungen kommt man da nicht weiter, wie man jüngst auch an den Kurskapriolen der VW Aktie sehen konnte und dadurch wird kein einziges Auto mehr oder weniger gebaut und verkauft.

Man muss wirklich kein Hellseher oder Karl Marx sein, um vorhersagen zu können, dass das neoliberale Wirtschaftsmodell, dass irrationalem und rücksichtslosem Egoismus Tür und Tor öffnet, irgendwann zusammebrechen würde.
Wenn das Primat der Politik von der Wirtschaft und insbesondere der Finanzwirtschaft systematisch untergraben wird bzw. der soziale Rechtsstaat abgebaut wird, kann die jetztige Katastrophe eigentlich niemanden überraschen. v.a. nicht nach den immer wieder platzenden Spekulationsblasen.

Nachdem jetzt der Abstieg des industriellen Westens bzw. der Zerfall seiner globalen Dominanz endgültig besiegelt ist, sollten wir uns auf unser wirkliches Kapital besinnen und a.s.a.p. neue und zukunftsfähige Gesellschaftsmodelle erarbeiten. Besinnen wir uns doch dafür erstmal auf § 20 des GG:

(1)Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. (ist er das wirklich??)

(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden. (Wo ist die Rechstaatlichkeit im gesellschaftlichen Fundament, der Wirtschaft?)

@Heimer
ich weiss nicht was du willst, der politische Einfluss gerade der alten G7 Staaten hat durch die Finanzkrise doch sogar gewonnen und was hier und da alles realwirtschaftlich passiert, wird sich zeigen und wird nach meiner unmassgeblichen Meinung im Moment ziemlich negativ übertrieben.

die auch lange angekündigte Krise der Autoindustrie ist erstmal völlig unabhängig von der Finanzkrise zu sehen, beides verstärkt sich natürlich gegenseitig, zumal die grossen Autohersteller heute eher eine Bank mit angeschlossener Autofertigung darstellen und dieser Krimi um VW hat mit der angekündigten, nichtmal feindlichen aber mehrheitlichen Übernahme durch Porsche zu tun und diese irrationalen Kurssprünge sind durch vorher getätigte Leerverkäufe von Hedge Fonds, sowie von Dachfonds, die Indiezes wie den DAX abbilden und letztlich auch durch den statischen 20% Anteil des Landes Niedersachsen verursacht, wodurch ein Run auf die wenigen noch verbliebenen Aktien im Streubesitz eingesetzt hat und somit durch deren Kursanstieg institutionelle Verluste wahrscheinlich in zig Milliardenhöhe erkauft werden mussten.

den ein oder anderen privaten (Ex) VW Aktionär wird das Spiel gefreut haben und wenn dadurch ein Hedge Fond weniger Rendite abwirft oder auch wieder mal pleite geht, trifft das in der Regel keine Kleinanleger und trägt nur dazu bei, dass sich der Markt selbst von dieser destruktiven Spekulation bereinigt, obwohl die Politik wie schon bereits geschrieben, zumindest diese short sales tatsächlich weltweit dauerhaft verbieten sollte.

Zusammenbrechen wuerde ich jetzt nicht sagen, dass es das muss.

Nur wird an ein oder anderen Stelle ein Wirtschaftszweig wegbrechen, wo an anderer Stelle wieder ein neuer entsteht.

Und die Geschichte mit der Autoindustrie ist doch auch offensichtlich. Es werden nicht mehr soviele Autos gekauft, weil die meisten, die sich eins leisten koennen ohnehin schon eins haben. Kurz gesagt, der Markt ist uebersaettigt. Wozu ein neues Auto kaufen, wenn es der Alte Wagen noch macht? Weil die Wirtschaft das fordert, weil die Autoindustrie das Geld braucht? Ich wuerde eher sagen, die Autoindustrie ist selbst Schuld. Soetwas nennt sich auch "Missmanagment". Da ist schlicht weg nicht kalkuliert worden, zumindest nicht zu gunsten ihrer Angestellten, die vorraussichtlich zunehmend mehr arbeistlos werden.

Mit einem Smart-Verkauf (die Automarke ist sowohl als auch ein...) laesst sich heut zutage fast 50% Gewinn machen, wenn man noch die Ein- und Verkaufspreise von vor rund 5 Jahren vergleicht. Statt die Autoindustrie da weiter gemacht haette wo sie aufgehoert hatte, ginge es ihr wohl nicht ganz so schlecht wie nun. Nichtsdestotrotz wird die Autoindustrie wie selbstverstaendlich die Finanzkrise fuer sich nutzen und sich schlechter stellen als sie es eigentlich ist. Es geht schliesslich um Milliarden, auch bekannt als "Finanzspritze" fuer die Autoindustrie. Da muss schliesslich moeglichst viel rausgeholt werden. Denn wer weiss denn schon wann sich demnaechst die naechste Finanzkrise ereignet?!

Nur wird sich daran am Verkauf nichts gross aendern, denn nur weil die Autoindustrie eine Finanzspritze erhaelt werden die Kunden nicht ploetzlich die Verkaufshallen einrennen.

Sollte uns da tatsaechlich eine naechste Autorevolution bevorstehen, bei dem das angebotene Auto wesentlich weniger Rohstoffe verbraucht und vor allem laengerfristig gesicherten, so koennte ich mich auch zu einem Neuwagen hingezogen fuehlen. Alle bisherigen Angebote koenne mich aber nicht dazu bewegen mein derzeitiges Auto in Zahlung zu geben und mir ein neues zu kaufen, auch keine Preisnachlaesse. Es ist der technische Stand, der mir Sorgen macht und der viele vom Neukauf abschreckt - mit technischen Stand meine ich jetzt nicht Leistung gemessen an Geschwindigkeit und kW.

Kfz-Markt gesättigt, alle zufrieden gestellt?

Ja und Nein. Der Markt ist zurzeit übersättigt, weshalb Kurzarbeit in der Automobilindustrie erforderlich ist, denn ein Überangebot verringert die Marge und macht die Produktion schließlich unprofitabel.
Es gibt einen geringfügigen Anstieg in der Neuzulassungs-Statistik, aber in den letzten wenigen Jahren eine sehr große Verschiebung beim prozentualen Anteil einheimischer Fahrzeuge zu ausländischen, also Importfahrzeugen. Der prozentuale Anteil der Importfahrzeuge hat deutlich zugenommen, was für den Imagewinn und (in manchen Bereichen) Innovationsvorsprung ausländischer Fahrzeuge spricht.
Die hier schon oft besprochene sich weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich und Verschiebung eines Mittelstandsanteils zu Arm findet auch ihren Ausdruck in den Statistiken des Kraftfahrbundesamtes. Von 1997 bis 2007 hat sich z. B. das Durchschnittsalter der Kraftfahrzeuge von 6,8 Jahre kontinuierlich auf 8,1 Jahre erhöht.

Einfach mal KBA googlen und unter Statistik in die Suchfunktion “Alter der Fahrzeuge” oder andere interessante Kriterien eingeben. Die meisten Statistik-Downloads sind nach einem Login kostenlos.
GvH

Die Finanzkrise hat daher also kaum Einfluss auf den Absatz von Neuwagen. Viele entschieden sich auch eher fuer den Umbau ihres jetzigen Autos, auf Erdgas, als sich extra ein neues zu kaufen. Selbst vorhandene bessere Technologien in Neuwagen bedienen daher eher weniger den Bedarf der Verbraucher, wegen der genannten Alternativen und da entsteht auch wieder eine neue Branche, wohin Angestellt oder Leiarbeiter hinueber wechseln koennen. Beim Umbau entsteht zwar nicht all zuviel Umsatz, wie etwa beim Verkauf eines Neuwagens, dennoch wird diese Branche auch in Zukunft noch sehr gefragt sein, sofern sich die Preise fuer Erdgas nicht drastisch erhoehen was moeglicherweise aber auch passieren wird, wie man es an den Energiepreisen ablesen kann. Also eigentlich auch keine wirkliche Alternative. Was soll da also noch kommen? Solartechnologie? Elektrotechnologie aus Windkraft? Bateriebetriebene Autos? Irgendetwas muss kommen, sonst sieht es wirklich duester aus!

es musste ja so kommen ..

na endlich mal eine handfeste krise. super. hat der alte marx wohl doch recht gehabt und wir erleben zukünftig sozialismus oder barbarei ... ich persönlich hoffe, die zukunft bringt nichts davon. den sozialismus nicht (obwohl ich die vision ganz schick finde), weil der mensch nun mal seit anbeginn hirarchie gewohnt ist, und aus hirarchie macht erwächst, die in der regel missbraucht wird. die aussicht auf barbarei ist mir ehrlich gesagt auch nicht so recht, da das wohl große unordnung krieg und zerstörung bedeuten würde - wer will das schon? also müssen wir noch an einer neuen vision basteln, die allen menschen gleichermassen gerecht wird ... ich bin gespannt ...

Heuchler

dieser "Cityboy" aus dem Beitrag tingelt nun durch bzw. über alle möglichen Talkshows, Kolumen, Reportagen und Buchmessen.

nach der Millionen die er duch Bonuszahlungen und Insidergeschäfte kassiert hat, will er die nächste Millionen wohl durch den Verkauf seines Buchs machen?

für mich ist der erst glaubwürdig, wenn er zumindest einen Grossteil seines privaten Vermögens wohltätigen Zwecken spendet oder wenigstens in eine seriöse Stiftung überführt und natürlich nicht um damit nur Steuern zu sparen!

p.s. das mit der angeblich richtigen Prophezeiung von Marx liest und hört man ja öfter mal, nur davon wird es nicht richtiger, denn vom globalen Finanzmarkt und dessen möglichen Zusammenbruch hat er nie etwas geschrieben, den gab es damals auch noch gar nicht in dieser Form und der Mittelweg zwischen Kapitalismus und Sozialismus ist die neoliberale bzw. soziale Marktwirtschaft und die funktioniert auch noch in ihrer bisher grössten Krise wie man sieht!

Ganz ihrer Meinung!

Wie haette Marx das auch wissen koennen?! Den Kapitalismus und dessen Potential konnte er ja noch garnicht voraussehen, auf Grund des beschraenkten Horizonts aus jener Zeit, dem damals alle unterlagen. (Die Erde ist nun mal auch keine Scheibe.) Haette sich der Kapitalismus jedoch seit seiner Zeit fortan nicht weiterentwickelt, hatte er auch moeglicherweise richtig gelegen. Sonnenpanele aus dem Supermarkt gab es seiner Zeit naemlich auch noch nicht, von der Handyrevolution konnte "der alte Mann" ebenso wenig ahnen und doch ist sie eingetreten und hat tausende Arbeitsplaetze und tausendfach Wohlstand geschaffen...

Und ein Ende vom Fortschritt ist nicht in Sicht, im Gegenteil, dieser steckt gerade mal in den Kinderschuhen...

Selbst wenn Deutschlands Haushalt auch die naechsten Jahre derart strapaziert wird, wie gegenwaertig der Fall, steht es noch lange nicht vor einem Staatsbankkrott und schon garnicht wuerde das Bedeuten das der Kapitalismus gescheitert ist. Handel gab und gibt es immer.

Sozial-Oekonomische(r) Marktwirtschaft/Kapitalismus heisst das Zauberwort, diesen global zu Schaffen ein internationales Miteinander voraussetzt und auch nicht von heute auf Morgen zu Errichten ist.

Die EU ist ein Paradebeispiel fuer Zusammenhalt und Stabilitaet!

Doch, Marx hat das was heute passiert im Grunde schon vorausgesehen. Denn er hat damals schon gesagt, dass der dem System (das Wort "Kapitalismus" benutzt Marx nie) inhärente und scheinbar unüberwindbare Widerspruch zwischen dem kapitalistischen Grundprinzip des freien Wettbewerbs und dem Streben eines jeden Kapitalisten nach einem Monopol (was ein ständiges Streben nach Mehr zur Folge hat, was wiederum in unreflektierter Verantwortungslosigkeit der Akteure resultiert) den Kapitalismus unweigerlich zum Einsturz bringen würde. Mit dieser Voraussage hat Marx im Grunde alle 10 Jahre Recht. Die Wirtschaft wächst-die Blase kommt-die Blase platzt-die wirtschaft schrumpft... die Wirtschaft wächst- die balse usw.
(Dabei fällt mir ne Diskussion mit Natriumglutamat darüber ein. Leider find ich sie grad nicht…)

Was Marx aber nicht voraussehen konnte war der immense technische Fortschritt im 20. Jh. der ein internationales Krisenmanagement zumindest ermöglicht. Ausserdem hat er m.A.n. die Anpassungsfähigkeit dieses Systems vollkommen unterschätzt. Ob Manchester-Style, sozial a la Erhardt und Brandt oder post-kommunistisch wie in China und Russland, der Kapitalismus kann mit jedem, denn bisher hat das System es immer geschafft sich rechtzeitig selbst zu reformieren.

P.S. @gdg: Deine Einschätzung der EU teile ich überhaupt nicht oder war das ironisch gemeint? Ich wünschte die wäre so geeint wie du es darstellst. Frankreich macht das, Deutschland das, Irland schießt am schnellsten, die Engländer machen sowieso nie richtig mit und Estland und Island sind bereits pleite. Den Vorschlag der Italiener ein EU-Konjunkturpaket aufzustellen nehmen die großen nicht an weil Deutschland aufgrund seines Bonitätsvorsprungs kurzfristig draufzahlen müsste. Die bereits angeschlagenen Staaten die ihre Anleihen nur noch mit Hilfe von hohen Zinsversprechen los- bzw. teures Geld reinkriegen würden davon profitieren.
Kurzsichtigkeit lässt mal wieder grüßen. Denn jetzt sparen wir vielleicht Geld, aber wenn erstmal die ersten Mittel-Staaten (Griechenland wackelt enorm) pleite sind wird’s richtig teuer. Dann wackelt auch irgendwann die „robuste“ BRD.
Im Gegensatz zu dir Frage ich mich was aus der EU eigentlich geworden ist bzw. wo die zur Zeit eigentlich steckt? Achja, 2018 verbietet sie irgendwelche Pestizide...


P.P.S. Der Kapitalismus ist das schlechteste Wirtschaftssystem das wir kennen. Ausgenommen alle anderen...

Ernst gemeint..

Wenn der Vorschlag, ein EU-Konjunkturpaket zu erstellen nicht umgesetzt wird, heisst das doch noch lange nicht, das die EU deshalb instabil ist. Mich wuerde dann mal interessieren was solch ein Paket beinhaltet, was es langfristig schafft und ob man sich das leisten kann. Eine nichtumsetzung kann durchaus berechtigt sein und wenn DE dadurch Mehrausgaben hat als es sich das leisten kann, ist die Ablehnung bestimmter Punkte doch zu begruessen.

Deutschland war im vergangenen Jahrhundert uebrigens 2 mal Bankkrott und hat es trotz eher unprofitablen geografischen Lage geschaft da wieder rauszukommen. Italien hat geografisch betrachtet weit aus mehr zu bieten und in Sizilien durfte ich sogar hautnah erleben, welchen Vorteil sich durch die geografische Lage ergibt, auch fuer die Schaffung zukunftssicherer Arbeitsplaetze, insbesondere in der Halbleiter-Industrie und IT-Branche.

Die Gefahr, DE wuerde in den naechsten 10 Jahren Staatsbankrott erleiden, liegt bei etwa 11% und ist somit gleich auf der USA, ist hinsichtlich technologischen Stand auch in gefragen Bereichen durchaus positiv aufgestellt.

In der DDR lebten ca. 16 Mio. Einwohner, Griechenland hat gerade mal 11 Mio. Risiken oder drohende Staatsbankkrotte fuer tranzparente Laender lassen sich schon im Voraus wesentlich besser beheben, als eine im nachhinein faellige Regeneration, wie bei der DDR geschehen - und selbst die hat die Menschheit mit mehr oder weniger Bravour bestanden.

Wie gesagt. "Sozial-Oekonomische(r) Marktwirtschaft/Kapitalismus, diesen global zu Schaffen ein internationales Agieren voraussetzt und auch nicht ueber Nacht zu Errichten ist."

p.s. Der Kapitalismus ist das beste Wirtschaftssystem das wir kennen und auch das einzige das heute ueberhaupt fuer 7+ Mrd. Menschen in Frage kommt. Vorausgesetzt es bestehen national uebergtreifende Spielregeln, die Missbrauch unterbinden und Fehler weitestgehend ausschliessen.

p.p.s. Dein Argument ...ein ständiges Streben nach Mehr haette wiederum eine unreflektierte Verantwortungslosigkeit der Akteure zur Folge... kann man nicht allgemeingueltig stehen lassen. Es gibt durchaus sinnvolle Bereiche, wo Streben nach mehr alles andere als Verantwortungslosigkeit produziert, z.B. in der Autoindustrie ist man stehts bestrebt alternative Antriebsmethoden zu entwickeln, was ich wiederum fuer sehr Verantwortlich halte und mein Gott, es interessiert mich nicht die Bohne welche Intension dahintersteckt, hauptsache die dreckigen Benzinschleudern kommen entlich von den Strassen...

"Der Kapitalismus ist das beste Wirtschaftssystem das wir kennen und auch das einzige das heute ueberhaupt fuer 7+ Mrd. Menschen in Frage kommt." Hört hört!
Dieser Ansicht kann nur jemand sein, der selbst satt zu essen hat, ein Dach über dem Kopf und nicht herumkommt außer bei seinesgleichen.

Meine neuesten USA-Eindrücke: in praktisch allen Städten springt einem das Elend von Obdachlosigkeit und Unterernährung auf den Straßen ins Auge. Riesige Slums uns Zeltstädte wachsen zusehens und entstehen neu. 35 Mio US-Bürger sind gefährlich unterernährt, 70 Mio hungern und das ist noch eines der besten kapitalistischen Länder. In der Hollywoodpropaganda kommt dieses flächendeckende Elend allerdings nur ganz am Rande rüber und wird mit Aschenputtelstories relativiert.

Der Kapitalismus ist ein veraltetes antidemokratisches System aus der Zeit des Calvinismus und entstand nach der Reformation als Folge der Aufhebung des Zinsverbotes.

Aha, demnach muessten also alle hungernden Obdachlosen gegen den Kapitalismus sein? Ich frage mich ganz nebenbei wie sie das wohl mit der Reiserei hinbekommen, wenn sie doch nicht mal Geld fuer Essen haben? Das alles ist dann wohl auch Ursache fuer Wanderungen und Flucht der Menschen aus anderen Systemen in das kapitalistische System, weil es ihnen Ihrer Ansicht nach dort an nichts fehlt, oder wie? Meine Guete, manche Menschen haben aber auch bizarre Fantasien...

Obdachlosigkeit und Unterernaehrung ist immer noch in vielen Laendern/Staaten fuer einen Teil der Bevoelkerung ein geradezu erschreckendes Leid, zumindest in Deutschland muss aber niemand mit Obdachlosigkeit oder Unterernaehrung leben, es sei denn, er verzichtet freiwillig auf die gesetzlich geregelten Hilfsangebote. Selbst in Island und in den USA bekommen die Buerger in Notsituationen Sozialgeld oder Gutscheine und es gibt auch in den USA Arbeitsargenturen, und Sozialaemter. Wer darauf allerdings verzichtet oder mit seinem Sozialgeld misswirtschaftet, muss zwangslaeufig auch mit den Nebenwirkungen leben, das ist uebrigens in allen anderen Systemen nicht anders! Allerdings haben andere Systeme das Problem ueberhaupt erst ausreichend Kapital anzuhaeufen, um fuer die Buerger derartige Hilfsangebote zu Schnueren und dort, wo es nicht mal Raete und Versammlungen gibt, sind auch nicht nur Menschen noch weit aus schlimmer versorgt, sondern oft eben auch deren gesamte Umgebung (verseuchtes Wasser, Muell, Krankheitserreger, gestank ect.), dort ist selbst Mutter Natur machtlos...

1. Finde ich das D. von seiner zentralen Lage als Exportnation stark profitiert.
2. Gehen 65% dieser Exporte in EU-Länder. Insofern sollte gerade D. daran gelegen sein, dass die EU-Mitglieder allesamt einigermaßen heil durch die Krise kommen. Nicht zuletzt auch um die horrenden Investiotionen der letzten Jahrzehnte zu sichern…
3. Ging der italienische Vorschlag erstmal nur dahin dass man davon absieht nur nationale Anleihen zu verkaufen um mit dem so generierten Geld Banken und Wirtschaft zu stützen. D. kommt mit dieser Strategie zwar relativ billig davon weil es aufgrund seiner überdurchschnittlichen Bonität nicht so hohe Zinsen an seine Anleger zahlen braucht, wie es wirtschaftlich schwächere bzw instabilere Staaten tun müssen wie bspw. Griechenland oder Italien. Stattdessen werden EU-Anleihen verkauft. Dies wäre zwar für D. kurzfristig teurer allerdings müssten wir aufgrund der Maastrichter Verträge sowieso bankrotten EU-Staaten helfen. Da bin ich der Meinung dass man doch lieber jetzt versucht zu retten was zu retten ist, anstatt den Bankrott bzw die daraus entstehnde kettenreaktion abzuwarten, die dann noch viel teuerer kommt. Will eigentlich nur sagen die EU war bzw ist eine tolle Idee. Wohl eine der besten des 20 jh, allerdings bin ich erschüttert was ausd dieser idee geworden ist: Eine völlig autarke Elite die so gut wie gar nicht demokratisch legitimiert ist und auch niemandem rechenschaft ablegen muss regiert am "europäischen Bürger" (gibts es den überhaupt?) allzu oft vollkommen vorbei. Wenns darauf ankommt Irak-krieg oder finanzkrise fallen wir doch gleich wieder in unsere altbekannte kleinstaaterei zurück...

Empfehle dazu Hans Herbert von Arnim: Das Europa Komplott

Nun ja, es kommt eben darauf an was man unter profitabel versteht. Fuer Exporte und als Zwichenlager hat DE natuerlich eine bedeutsame Lage, die Preise fuer den Export z.B. nach Italien sind wiederum mit sehr hohen Kosten verbunden, die dortige Unternemen erstmal finanzieren muessen. Fuer Italien sind Importe aus fernen Laendern nur deswegen moeglich, weil die Loehne der Italiener eher happich ausfallen. Die Unternehmen sparen dadurch Kosten ein, die sie dann u.a. in Logistik investieren koennen.

Ein Exportland hat noch einige andere Nebeneffekte, z.B. benoetigt DE sehr viel Energie, produziert wesentlich mehr Smog, und hat im Gegenteil zu anderen Laendern immense Verwaltungskosten ect. Die Luft am Meer ist 100x sauberer als in DE und das ist vor allem fuer Unternehmen in den oben genannten Industrien wichtig und nicht zuletzt auch fuer die Gesundheit und des Wohlbefindens der dort Lebenden Menschen vorteilhaft, was schliesslich auch die Arbeitsleistung steigert.

Und was die Konkurenz betrifft, deren DE dieser Tage gegenueber steht und auch zukuenftig, liegt das Land als Exportweltmeister alles andere als in trockenen Tuechern.


Zu Punkt 3 bin ich doch etwas ueberrascht das Wort Bonitaet zu lesen. Klar, wenn man die Staatsverschuldung ausser acht laesst, sicher, dann ist DE Bonitaer, aber...

Ich bin jedenfall Optimist, dass die Menschen, die am richtigen Hebel sitzen auch die richtigen Entscheidungen treffen, soviel Vertrauen habe ich dann schon und bedenken wir doch auch nur einmal wie lange es die EU gerade erst gibt, wie sie began und wie sie sich entwickelt hat, sie bestand schliesslich nicht seit anbeginn aus 27 Staaten. Es ist doch normal, das die sich erstmal alle Finden muessen um Eins, das grosse stabile Europa zu bilden und vielleicht hast Du ja sogar in diesem Punkt recht und die EU ist nichts von beiden. Das Spiel allerdings jetzt schon als Verloren anzusehen, halte ich fuer unueberlegt, vor allem, weil die erste Halbzeit noch gespielt wird...

p.s. Danke fuer den Buch-Tip, werde mir aber erstmal en aktuellen Roman "Die Woelfe" goennen...

Plot:
"Die Wölfe, Buch
Der Roman zum Dreiteiler


Inmitten der Trümmerlandschaft Berlins lernen sich 1948 vier Jungen und zwei Mädchen kennen. Die Zeiten sind hart, man muss zusammenhalten, und so gründen die sechs die Jugendbande "Die Wölfe". Auch wenn Rivalitäten und die Liebe den Zusammenhalt manchmal auf eine harte Probe stellen, bilden sie eine verschworene Gemeinschaft. Nichts kann uns trennen lautet ihr Leitspruch - bis 1961 mit der Teilung der Stadt auch die Gruppe auf dramatische Weise auseinandergerissen wird. Erst Jahrzehnte später, als die Mauer fällt, begegnen sie sich wieder und müssen erkennen, wie mühsam es ist, die Gräben der Geschichte der überwinden. Der Roman basiert auf dem gleichnamigen ZDF-Dokudrama, in dem die fiktive Spielhandlung mit Originalbildern und zeugnissen aus der jeweiligen Zeit verflochten wird."

Weitere Informationen
Sprache: deutsch
Produktionsdatum: Februar 2009
Autor: Rob Alef
Seiten: 288
ISBN Code: 978-3-802-5179-21

@Gedankenmut
deine Beiträge waren schonmal schlechter und zu dem vom 28.01.2009 23:20 kann ich dir dann nur noch die Hand schütteln, denn die globale Marktwirtschaft kommt unterm Strich eben auch den Entwicklungsländern zu Gute, denn verhungert und an Seuchen verreckt, wird vor allem in den immer noch kollektivistisch und zudem totalitär (des)organisierten Staaten dieser Welt!

genaue Zahlen werden nicht bekannt gegeben bzw. gar nicht erst erhoben, oder wie in der DDR zur Geheimsache erklärt und die Veröffentlichung damit unter Strafe gestellt, denn die dort Verantwortlichen waren/sind ja damit beschäftigt, wie zu Zeiten des kalten Krieges die statistischen und öffentlichen Daten vom "Klassenfeind" für ihre erbärmlichen Propagandazwecke zu manipulieren und zu missbrauchen, weil sie wohl gerne von längst vergangenen Zeiten träumen, wo sie vielleicht mal eine mehr oder weniger wichtige "Rolle" gespielt haben...

@Heimer
ich weiss beim besten Willen nicht wie man zyklische Konjunkturschwankungen mit dem angeblichen Bankrott eines Wirtschafts- und Gesellschaftssystems gleichsetzten kann?

diese Spekulationsblasen gehören dann auch zum ständigen Wechselspiel von Angebot und Nachfrage und ein intelligenter und starker aber freier Staat sollte sich deshalb durchaus antizyklisch verhalten (das kann auch jeder einzelne Bürger schon durch sein Konsumverhalten) um solche Blasen durch vernünftige gesetzliche Rahmenbedingungen nicht zu gross werden zu lassen bzw. in der Rezession dann abfangen zu können, ob nun mittels Konjunkturprogrammen oder Steuersenkungen und dem Ausmass der dann leider nötigen staatlichen (Neu)Verschuldung und genau darum streitet die Politik in einer Demokratie immer wieder zu Recht.

wenn überhaupt könnte man also dem Keynesianismus das Wort reden bzw. sagen John M. Keynes ist der eigentliche Prohet, wobei auch dessen Wirtschaftstheorie nicht alle Wechselwirkungen und Regelkreise mit einbezieht und die Tendenz einer Monopolisierung in einer möglichst liberalen und realen Marktwirtschaft lässt sich ganz gut kartellrechtlich entgegenwirken und zudem werden Monopolisten immer träger und reagieren zu spät auf Veränderungen und damit neue Konkurrenz im Markt, sodass sie früher oder später und spätestens im Abschwung wieder zerfallen, wie wir geradezu lehrbuchmässig dann auch nach Adam Smith bei Daimler Chrysler gesehen haben und bei General Motors höchstwahrscheinlich noch sehen werden, natürlich dann auch zum Nachteil der Beschäftigten, zumindest wenn sie in einer allgemeinen noch dazu weltweiten Rezession keinen neuen Job finden und es keine Sozialsysteme gibt, die sie wenigstens eine gewisse Zeit auffangen und die natürlich auch irgendwie finanziert werden müssen.

p.s. Staatsanleihen haben übrigens wie Aktien oder Unternehmensanleihen, durchaus ein (allerdings viel geringeres) Risiko und das spiegelt sich dann natürlich im jeweiligen Zinssatz wieder:
hohe Zinsen sind demnach eher schlecht für den Kreditnehmer, dafür aber umso besser für den Kreditgeber und das kann auch jeder einzelne Bürger sein, der sich solche Wertpapiere in sein Depot legt, wenn er Geld anlegen will und damit zur Investitionsmöglichkeit einer Volkswirtschaft beiträgt und dann eben auch selbst etwas davon hat, solange das Land nicht pleite geht, was gerade im Euroraum der EU trotz allem und eben gerade durch den, in gewissen Kreisen aber meist ungerechtfertigt verteufelten (T)Euro zumindest mal unwahrscheinlicher geworden ist.

p.p.s. die Abwrackprämie ist übrigens ein Konjunkturprogramm weniger für Deutschland, als für die Hersteller von Kleinwagen, nicht nur im europäischen Ausland und last but not least dann leider auch für osteuropäische und/oder arabische Autoschieberbanden, aber was macht der Steuerzahler nicht alles um das Volk in aller Welt glücklich zu machen :o)

Ich weiss ehrlich gesagt nicht wie du die momentane Krise als reine Konjunkturschwankung abtun kannst, ebenso wie die Asien Krise oder in argentinien während der 90er jahre wovon wir hier wenig mitbekamen die aber in den jeweiligen ländern verherende auswirkungen hatten.
Das kapitalistische Wirtschaftssystem hat einen inhärenten Fehler der immer wieder zu Krisen führt. Leider scheinen nur sehr wenige ökonomen in der lage zu sein kritisch-dialektische analysen der historischen prozesse zu vollziehen bzw die die es können werden erst gehört wenns zu spät ist. Die Marxsche Lehre hilft auf jeden fall dabei. Allerdings traut sich kaum ein Ökonom ran weil der durch Lenin und stalin dermaßen vergewaltigt und deshalb negativ besetzt ist, dass man sofort als Kommunist oder sozialist oder spinner abgetan wird...

Der Kapitalismus ist nicht perfekt. Wir tun aber auch herzlich wenig ihn zu vervollständigen. Eine gute idee dahingehend kommt von Prof. Yunus: Das Sozialunternehmen. Richtig geile Idee in meinen Augen. Sowas könnte m.M.n. nicht nur in entwicklungsländern einen überaus positiven ergänzendes Element zwischen Staat und freier profitorientierter Marktwirtschaft sein.

Du musst dich anmelden, um zu kommentieren!




Passwort vergessen?

» Noch nicht registriert?

counter