Allein hinter den bewachten Mauern der Jüdischen Oberschule Berlin zeigen sich Schüler mit Kippa und Davidstern. Nicht nur junge Muslime und Rechtsextreme hetzen gegen sie. Auch stinknormale Altersgenossen mobben kräftig mit.

polylux
57 Kommentare
rufux meinte am 25.01.2008 10:40
radikale Palästinenser, sowie Hamas und Hisbollah raus!
ich bin mir eher fast sicher, wir erleben es (glücklicherweise) doch noch, dass solche Hetzer wie du, mit einem Arschtritt (auch) aus unserem Land fliegen!!
Kay meinte am 25.01.2008 11:00
Der Kommentar, auf den sich Rufux bezieht, wurde gelöscht.
PolyluxZuschauer meinte am 25.01.2008 11:56
Hat Schröder auch gesagt...
...aber wenn man es ihm nachmacht, dann wird man als "komischer Mensch" abgestempelt!
PolyluxZuschauer meinte am 25.01.2008 12:14
Zitat Einstein:
"Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher."
Leider gibt es immer mehr dumme Leute als kluge Leute. Deshalb wiederholt sich Geschichte so häufig. Wer aus der Geschichte nicht lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen. Und in der Demokratie setzt sich die dumme Mehrheit eben durch.
Die jungen Rechtsradikalen sollten froh sein, daß es heute keine Ostfront mehr gibt, an die sie geschickt werden können.
Die jungen Muslime sollten froh sein, daß dieser Österreicher in Deutschland vor etwa 70 Jahren die Juden und nicht die Muslime als Feinde auserkoren hatte.
Bei allem Verständnis für die schlechte Situation der Palästinenser muß in Deutschland dennoch dafür gesorgt werden, daß entsprechende Haßparolen der muslimischen Eltern, die diese an ihre Kinder hier weitergeben, nicht dazu führen können, daß Juden in Deutschland jemals wieder etwas passiert.
Leider wäre es nicht nur ein Verbrechen, sondern auch ein Fehler, aber falls dem nicht so wäre, hülfe hier vielleicht ein Zitat von Mao:
Bestrafe einen, erziehe hundert.
Kay meinte am 25.01.2008 17:32
@supernovist
In diesem Fall und da beiße ich mir fast auf die Lippen, da ich nie geglaubt hätte, das hier jemals zu schreiben, aber in diesem Fall motzt Rufux mit Recht, denn der Kommentar hat die Jugendlichen im Video als "Brut" bezeichnet.
Borderliner meinte am 26.01.2008 10:50
Zitat Einstein:
"'Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.'
Leider gibt es immer mehr dumme Leute als kluge Leute. Deshalb wiederholt sich Geschichte so häufig. Wer aus der Geschichte nicht lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen. Und in der Demokratie setzt sich die dumme Mehrheit eben durch."
Hätte nie gedacht, dass sich diese Einsicht mal bei Ihnen durchsetzt, Herr PZuschauer!
Wenn ich das geschrieben hätte, hätte es wieder Rotz und Häme geregnet. Aber ich will das mal nicht überbewerten.
Im Kontext der Thematik ist ja "Lagerübergreifend" political correctness gefordert. Wenn die Feindbilder nicht so eindimensional wären, nicht wahr? Ideologienwahn!
Zum Thema:
Nazi-Punks, fuck off!
[...] "Das Thema Holocaust erreicht viele Schüler im Unterricht nicht mehr[...]
Ich gehe sogar soweit: Das Thema Menschenrechte erreicht viele Schüler im Unterricht nicht mehr.
Ob nun in Israel Menschenrechte mit Füssen getreten werden oder in Deutschland, es ist eine Frage der derzeitigen politischen Grosswetterlage. Es zählen nur noch Profitinteressen und nicht sozialer Frieden. Würde ansatzweise soviel Geld in Bildung und Sozialwesen investiert, wie heutzutage in Wirtschaftswachstum (kotz) und "Sicherheit" (profitabel für Waffenlobbyisten und Überwachungsfanatiker), dann gäbe es andere Baustellen in Grosshirnrinden Jugendlicher.
Die Solidarität wird geopfert.
Der Hass wird geschürt.
Dummheit und Angst sind die Basis für Gewalt jedweder Couleur, die Opfer sind tatsächlich Opferlämmer, Opferlämmer auf dem Altar des Mammons!
rufux meinte am 26.01.2008 14:24
Kaffeklatsch nein danke!
@Kay
bevor der Polylog hier noch zum harmonischen Ringelpiez mit Anfassen verkommt, wieso nur in diesem Fall ?
ich "motze" immer zu Recht wenn es angebracht ist !! *gg*
@PolyluxKollege
meinst du das eigentlich wirklich ernst mit der dummen Mehrheit?
dann hast du leider auch nicht begriffen, wie eine Demokratie funktioniert und dann muss ich dir an dieser Stelle aber mal deutlich widersprechen, denn die wirklich Dummen wählen eher extremistisch oder auch gar nicht und manche von denen halten sich zwar für ganz besonders schlau, sind es aber definitiv nicht...
PolyluxZuschauer meinte am 26.01.2008 15:22
@rufux:
Ich weiß, daß die Demokratie die am wenigsten ungerechte Staatsform ist, deshalb gibt es zu ihr meiner Meinung nach einfach keine Alternative. Das heißt aber leider nicht, daß Demokratie gerecht wäre. Nur sind alle anderen mir bekannten Staatsformen nur noch ungerechter. Ich will jetzt nicht darüber diskutieren, warum die Demokratie manchmal ungerecht ist (Stichwort Überhangmandate, http://www.wahlrecht.de/ueberhang/ueberhangmandat.html).
Wenn Demokratie aber nicht bedeutet, daß sich die dumme Mehrheit durchsetzt, dann erklär mir mal bitte einer, wie es Die Linke dann in Landesregierungen geschafft hat!
Hätten die Wähler etwas aus der Geschichte gelernt, würden sie heute nicht Die Linke wählen, die anscheinend zu Ulbrichts Zeiten zurück will. Hätten die Wähler nichts aus der Geschichte gelernt, so sind sie dumm.
Meiner Meinung nach gibt es hier keinen logischen Fehler, aber ich lasse mich gern eines besseren belehren.
Und bevor ich als rechts verunglimpft werde:
Dasselbe Argumentationsmuster läßt sich darauf anwenden, daß es die NPD - wenn auch zum Glück (noch) nicht in Landesregierungen - so aber doch in Landesparlamente geschafft hat.
rufux meinte am 26.01.2008 15:50
Leben und Leben lassen
ok aber das ganze Leben ist nicht gerecht und niemand ist gleich und genaugenommen ist das sogar der Sinn des Lebens!
Mehrheiten sind eben auch immer nur relativ und auch Demokratien unterscheiden sich durchaus, sogar in der Form des Wahlrechtes, mit jeweils gewissen Vor- und Nachteilen, aber darüber müssen wir beide sicher nicht diskutieren :-)
p.s. in Hessen existiert theoretisch sogar die Todesstrafe und im Land Berlin regieren (noch) Neosozialisten, aber bundesweit bleibt es mit ziemlicher Sicherheit bei einer bürgerlichen, demokratischen, relativ aufgeklärten und nicht antisemitischen Mehrheit und es macht ja gerade den Reiz einer Demokratie aus, im gewissen Rahmen und zeitlich befristet auch mal etwas andere Ansätze auszuprobieren und wem das nicht reicht, der soll sich einfach verpissen...[punkt]
PolyluxZuschauer meinte am 26.01.2008 19:03
@rufux:
Du hast ja recht, daß niemand dem anderen gleicht. Dummerweise behaupten die Juristen, daß alle zumindest vor dem Gesetz gleich seien (was de facto auch nicht stimmt, schließlich gibt es gute und schlechte Anwälte und das macht häufig genug den Unterschied aus). Jetzt versuche ich bloß, diese Juristen mit Konsequenz festzunageln. Aber wahrscheinlich ist Inkonsequenz manchmal auch ein Bestandteil des Lebens. Das muß ich wahrscheinlich erst noch verinnerlichen...
Ja, habe ich gestern auch mitbekommen, daß es in Hessen noch die Todesstrafe gibt (wäre sicher auch ein nettes Wahlkampfthema). Aber Bundesrecht bricht Landesrecht. Also, selbst wenn ein hessischer Richter die Todesstrafe verhängen wollte, würde er von Berlin (zum Glück) ausgebremst.
DerUnglaublicheNis meinte am 25.01.2008 14:25
Hätte nicht gedacht....
..., dass das solche Ausmaße jemals wieder annehmen wird. Ich kann nicht verstehen, wie es zu solchen Hassparolen kommen kann.
Es gilt jetzt also zu hinterfragen warum diese Kinder (und es sind wirklich Kinder gewesen, die diese Aussagen in dem Beitrag getätigt haben) diese Meinung vertreten. Ist es jetzt einfach so daher gesagt worden, weil gerade eine Kamera auf sie gerichtet war und sie sich einfach mal vor ihren Freunden profilieren wollten, oder stehen sie wirklich hinter der Meinung die sie da vertreten?
Egal ob jetzt die eine oder andere Sache zutrifft, es heißt jetzt einfach auch mal wieder Aufklärungsarbeit zu leisten! Und für mich heißt das unter anderem auch mal Video-/Bildmaterial im Unterricht zu zeigen, was für grausame Taten im Zusammenhang mit jeglichem Hass auf eine ethnische Gruppe begangen wurden. Es sollte immer und immer wieder darauf hingewiesen werden welche Konsequenzen solche Aussagen auf lange Sicht haben können.
Ich kann und will einfach nicht glauben, dass sich die Intelligenz der Menschen dermaßen degenerativ entwickelt, oder sind einige Menschen wirklich so ignorant bzw. nicht in der Lage aus den Fehlern zu lernen, die mal begangen wurden?
PolyluxZuschauer meinte am 25.01.2008 16:26
Noch ganz andere Ausmaße
http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Entebbe
Auch wenn "unser Joschka" für den Selektions-Nachahmer des KZ-Arztes in Auschwitz Josef-Mengele, Wilfried Böse, anfangs anscheinend Sympathien hegte, so hat er sich doch noch gerade rechtzeitig dazu aufgerafft, sich von ihm zu distanzieren:
http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Sonntag;art2566,1886974
Ladidada meinte am 25.01.2008 15:19
Rechte und Muslime
Dass es (junge) Deutsche gibt, die aus der Geschichte rein gar nichts gelernt haben, ist ja sowieso schon ziemlich heftig (aber nicht allein die Schuld der Schulen).
Aber dass manche in Deutschland lebenden Muslime (die ja hier selbst eine Minderheit sind) auch gegen Juden hetzen, finde ich besonders erschreckend. Sollen sie doch bitte ihre Konflikte da lassen, wo sie herkommen. Die müssen sich ja nicht auch noch bei uns die Köpfe einschlagen.
PolyluxZuschauer meinte am 25.01.2008 18:50
Wie lange...
...sind die Muslime denn noch die Minderheit - zumindest in Großstädten?
Wenn sie erstmal die Mehrheit stellen, werden wahrscheinlich aufgrund demokratischer Prinzipien ganz andere Saiten aufgezogen.
Schließlich werden die jungen Muslime von ihren Eltern, die häufig genug vor dem Krieg im Nahen Osten geflohen sind und gemäß der dortigen panarabischen Propaganda die Juden für jeden Mist verantwortlich machen, selbst wenn sie zu einem großen Teil selbst an den Zuständen dort Schuld sind, entsprechend indoktriniert, so daß die jungen Muslime die Propaganda selber glauben und weiterverbreiten.
Wenn solche Muslime aufgrund der demographischen Entwicklung erstmal die Mehrheit stellen und daher bestimmen, was geschieht, dann gute Nacht!
spaetzlepower meinte am 25.01.2008 18:48
Die verängstigten, armen Juden...
Aber irgendwie hab ich dass Gefühl dass sie sich oft selbst abkapseln und nicht integrieren wollen. So machen sie sich automatisch zur Zielscheibe. Welche Glaubensgemeinschaft hat denn so nen großen Zaun um eine Schule? Nicht mal die Scientologen werden so Bewacht!
Ich kann ohnehin nicht verstehen weshalb sie sich immer so über den Glauben identifizieren. Fragt man jemand auf der Strasse: "Was bist du?" dann kommt oft raus "Deutscher", so gut wie nie "Katholik". Bei Juden kommt als Antwort "Jude". Hä?
Auch politisch gibt es ja immer eine Sonderbehandlug mit Samthandschuhen - immer mit dem Verweis auf die Geschichtsbücher: "Ihr seid Kinder und Enkel der Schuldigen!". Da frage ich mich immer über wie viele Generationen sich Schuld eigentlich vererbt? In der USA gibt es sowas nicht, da ist niemand Schuld.
Übrigens hat meine Oma (1945 aus der heutigen Slowakei vertrieben) immer schon zu nem Fleck auf der Kleidung gesagt: "Da ist ein Jud drauf" - lang bevor die Geschichte mit der Verfolgung losging.
PolyluxZuschauer meinte am 25.01.2008 19:01
Wenn sie sich nicht selbst schützen...
...dann tut es niemand und dann gibt es bald keine Juden mehr in Deutschland. Willst Du das ernsthaft erreichen, spaetzlepower? Wohl kaum!
Statt die Juden weiterhin zu verfolgen, weil sie so erfolgreich sind und wir deswegen auf sie neidisch sind, sollten wir uns fragen, wieso die Juden früher schon so erfolgreich waren, uns ihre Erfolgsrezepte abgucken, sie anwenden und damit unser Land weiter voranbringen.
Sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen, das ist doch finsteres Mittelalter, führt nur zu (Bürger-)Krieg und läßt in Europa die Lichter ausgehen, die in Asien gerade angehen.
Die Erinnerung an die Verbrechen vor inzwischen zwei Generationen darf nicht verblassen. Allerdings sollte man die Selbstkasteiung auch nicht übertreiben.
Sonst kommen die Muslime, für die nichts schlimmer ist als ihr Gesicht bzw. ihre Ehre zu verlieren, noch auf die Idee, daß wir so am Boden lägen, daß sie ungestraft auf uns "Scheißdeutsche" einprügeln könnten.
Das dürfen wir denen nicht durchgehen lassen.
rufux meinte am 25.01.2008 19:09
was meinst du wie viele Juden auch mit deutscher Staatsangehörigkeit es hierzulande gibt, die ihren Glauben nicht offen oder auch eher gar nicht leben, dann gibt es aber eben auch welche, die religiös sind und genauso wie andere auf eine katholische, eben auf eine jüdische Schule gehen.
und auch Koranschulen gibt es hierzulande, auf die ca. 70.000 Muslime gehen, ohne das die (glücklicherweise) speziell bewacht werden müssen und Scientologen werden sicher nicht (über)wacht, weil die Attentate befürchten müssten.
wie notwendig das wohl leider ist, zeigt sich bei jedem (Schul)Bus der in Israel in die Luft fliegt oder an den Raketen, die aus dem Gaza Streifen abgefeuert werden und in den USA gab es natürlich auch nie einen Holocaust, den deine Oma vielleicht, ganz sicher aber den im 3. Reich staatlich verordneten Antisemetismus, mitbekommen und offenbar zumindest latent beibehalten hat?!
spaetzlepower meinte am 26.01.2008 21:28
@rufux
Das mit den Raketen von Gaza nach Israel hört sich in den Medien immer furchtbar an. Dabei sind die "Qassam-Raketen" der Hamas nix anderes als kleine Blechrohe mit Treibladung ohne Sprengkopf - in Israel plumpst also nur ein stück Blech auf den Boden, ohne viel Schaden anzurichten. Als Antwort ballern die Israeli dann von Helikoptern aus mit dicken Sprengköpfen made in USA zurück.
Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Qassam-Rakete
rufux meinte am 27.01.2008 12:03
altlinke Dogmen
achso und in israelischen Bussen explodieren wahrscheinlich nur lustige Sylvesterböller?!
diese palestinensischen Selbstbau Raketen, die manchmal tatsächlich ein Ziel finden, haben aber israelische Todesopfer gefordert und das völlig wahllos!!
das israelische Militär mit seinen "Vergeltungsoperationen" beschiesst dagegen nicht absichtlich unschuldige Zivilisten!
es wird langsam Zeit, dass diese einseitige propalestinensiche Propaganda und auch die permanente Subventionierung durch die EU endlich aufhört!
das ist kein Staat, sondern eine ethnische Gruppe und deshalb gehört Gaza viel mehr nach Agypten und die Westbank zu Jordanien, aber die wollen beide die Verantwortung für die verarmten Palästinenser, die als die Zigeuner Arabiens gelten, auch nicht und Israel ist damit wohl leider der ewige Buhmann...
SchlauWieSchlumpf meinte am 28.01.2008 00:16
was hat das schon wieder mit linken zu tun?
rufux meinte am 28.01.2008 01:55
es soll ja welche geben die rechts und links nicht unterscheiden können!
SchlauWieSchlumpf meinte am 28.01.2008 02:35
Weise Worte
Das erste mal sagst du was dem ich nur beipflichten kann!
Und jene die Anti-Deutsche, Staatsablehner, Systemablehner und Veganer nicht auseinander halten können.
Es gibt nach wie vor keine geeinte Linke, genauso wenig wie eine geeinte Rechte, es gibt durchaus einige Linke die nichts als Pro-Palistienenserparolen kloppen, wenn auch aus nem anderen Hintergrund heraus als es auch manche Rechte propagieren, diese Haltung der allgemeinen Staatsablehner, Veganer und anderer Friedensaktivisten bringt wiederum Systemablehner (Sozies, Kommies, Landkommunehippies), Anti-Deutsche und Geschichtslehrer mit der Taz im Aktenkoffer (auch als gemeingefährlicher Alt- bzw.spät-68er bezeichnet).
Die Staatsablehner hassen Israel weil sie Staaten an sich hassen. Die Friedensaktivisten sind Propalästina weil Israel die dickeren Panzer hat und Amerika für Israel ist und Veganer sind halt einfach dagegen. Die Systemablehner wie ich, haben mal wieder treffend erkannt, dass der Kapitalismus schuld ist daher auf jedenfall für keinen. Der Anti-Deutsche hält Israel und Amerika für die beste Erfindung seit Linux und der Alt- bzw. Spät-68er weis aus der TAZ, dass die Amerikaner und die Taliban schuld sind und sowohl Israel als auch Palästina nur die Opfer. Bei den Rechten verläufts halt je nach bedarf entweder Richtung Antisemithismus (NPD,...) oder halt in Richtung Antiislamismus (CDU,...).
Aber wie bereits erwähnt, ist die Wurzel allen Übels, wie immer, der Kapitalismus und die Aussage ist Fakt und steht auch nicht weiter zur Debatte.
Wussten du eigentlich, dass manche Menschen tatsächlich Neonazis als Skinheads bezeichnen? Unglaublich, nicht wahr?
Heimer meinte am 28.01.2008 11:10
@ spaetzlepower: Sei ehrlich: Wie oft hat jemand zu dir gesagt: ich bin Jude? Wohl kaum einer.
Natürlich kann deine Oma schon vor dem Holocaust antisemitische Sprüche geklopft haben. Adolf Hitler hat den damals allgegenwärtigen Antisemitismus ja auch nicht erfunden, sondern lediglich für seine wirren Verschwörungstheorien benutzt.
Ich würde dir dringend raten dir folgendes Buch mal reinzuziehen:
http://www.amazon.de/Die-unsichtbare-Mauer-W-Blumenthal/dp/customer-reviews/3423307889/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt/302-8671519-3465666?ie=UTF8&showViewpoints=1&customer-reviews.start=1#customerReviews
PolyluxZuschauer meinte am 28.01.2008 16:08
@SchlauWieSchlumpf:
Deinen ganzen Systemkritiker-Fuzzis - wie sie sich auch immer aufspalten mögen - rate ich folgendes dringend: Erstmal besser machen, dann Maul aufreißen!
SchlauWieSchlumpf meinte am 28.01.2008 18:50
auch wenn rufux ne super erklärung dafür hätte warum ichs nicht raffe... aber... ich komm noch dahinter, was das mit rufux verallgemeinerungen, jüdischen Schulen und meinen Erklärungen zu tun hat.
poekel meinte am 26.01.2008 12:41
Zu Frau Kahane...
Wirklich guter Beitrag, bis auf einen Punkt.
Und zwar zu Frau Kahane, die ein kurzes Statement im Beitrag abgegeben hat: Habe ich das richtig verstanden, dass sie gerade alle ostdeutschen Jugendliche als latent antisemitisch deklariert hat - wohingegen westdeutsche Jugendliche laut Aussage weniger feindlich erzogen worden sind?
Die These finde ich gewagt bzw. sehr schlecht formuliert. Meines Erachtens bedarf dieser Beitrag nicht der Wortmeldung dieser Frau. Etwas entäuschend finde ich, daß Polylux den Beitrag damit angereichert hat ohne die Äußerung (vorher) kritisch zu untersuchen.
Viele Grüße
Leif meinte am 26.01.2008 15:56
absolut alaramierend
Es ist sehr erschreckend, diese Tatsachen zu sehen. Eigentlich glaubte ich bisher, unsere Generation hätte aus vergangenen Fehlern gelernt und würde sich globalisierend betätigen.
Das Neonazis und andere Splittergruppen niemals von der Bildfläche verschwinden werden ist mir klar, aber die im Video angesprochene Studie ist schockierend.
Ist die Menschheit wirklich so dumm?
PolyluxZuschauer meinte am 26.01.2008 19:03
JA!
Heimer meinte am 28.01.2008 10:59
ARMUTSZEUGNIS
Was hat denn die Außenpolitik Israels mit den gewalttätigen Übergriffen auf jüdische Deutsche in Berlin zu tun?
Diese Jungs gehen weder in Israel wählen, noch fliegen sie mit Kampfhubschraubern in Flüchtlingscamps. Es ist wiedermal die radikale Dummheit der Links- und/oder Rechtsextremen, die glauben eindeutig zwischen gut und böse unterscheiden zu können, aber bereits an dem simplen Unterschied zwischen Israeli und Deutschen (jüdischen Glaubens) jämmerlich scheitern.
Warum muss denn auch gleich wieder die Systempeitsche ausgepackt werden? Egal ob der böse allmächtige Kapitalismus schuld ist oder das Spagetthimonster. Gestaltet wird das System in dem wir leben immer noch von uns selbst und weder WTO noch Weltbank schreiben den ebenso alten wie unverständlichen Hass auf die jüdischen Minderheiten vor. Es gilt ganz einfach den offenen Antisemitismus genauso zu bekämpfen wie Ausländerfeindlichkeit, Rassismus
und andere ideologische Verblendungen.
Neulich war ich mit einer Freundin abends unterwegs und als wir aus dem Club rauskamen gröhlt einer der herumstehenden Palästinensertuchträgern sowas wie: Schau sie dir an die Judensau. Israel verrecke etc... Weiß der Himmel woher er wusste, dass meine Freundin Jüdin ist. Ich wusste es ja bis vor kurzem selber nicht. Tatsache war aber, dass der Großteil der herumstehenden entweder intensiv weggeschaut oder sich köstlich amüsiert hat.
DAS IST EINFACH NUR WIDERLICH!!!
PolyluxZuschauer meinte am 28.01.2008 16:17
Genau das...
...dürfte Roland Koch auch gemeint haben. Vom Ignorieren alleine wegen Political Correctness hat sich noch nie ein Problem lösen lassen. Jetzt sind wir schon so weit mit dem Problem-Aufschieben, daß das Eingreifen statt Wegschauen inzwischen lebensgefährlich geworden ist. Na tolle Wurst. Danke, Joschka, für Deine tolle Einwanderungspolitik ( http://de.wikipedia.org/wiki/Visa-Aff%C3%A4re
http://www.abendblatt.de/daten/2005/04/26/426268.html?s=2 )!
rufux meinte am 29.01.2008 13:45
Israel in die EU??
@Heimer
das eine hat natürlich erstmal nichts mit dem anderen zu tun und so sehr ich deine Sichtweise auch jeweils schätze (offenbar gibt es doch zumindest gemässigte "Linke", die auch was in der Birne haben) ist ein Teil dieses, wie im Beitrag auch gezeigten und leider in gewissen Kreisen wieder salonfähigen Antisemetismus, ja gerade durch die Politik Israels bzw. besser durch deren imho oft etwas einseitigen Darstellung auch und gerade in den seriösen Medien begründet:
der Versuch der EU einen eigenen, weltweit allerdings nicht anerkannten, geschweige denn unabhängigen Palästinenserstaat zu etablieren, dürfte jedenfalls eher als gescheitert gelten!
selbst wenn es den Versuch vielleicht wert war, jetzt sollte man andere Lösungsmöglichkeiten dieses Konflikts favorisieren, ich fürchte allerdings es gibt viel zu viele unterschiedliche, gerade auch arabische Interessen, dieses Feuer zumindest auf kleiner Flamme weiter brennen zu lassen, allerdings durch den Kapitalismus allgemein, ist der Nahost Konflikt sicher am aller wenigsten begründet, aber das sagst du ja selbst...
@Joschkahasser
wir sind uns zumindest einig, was dieses Taxifahrergrossmaul anbelangt.
Heimer meinte am 29.01.2008 14:12
@ polyluxzuschauer: was hat denn Roland Kochs Wahlkampfpolemik mit Antisemitismus in Deutschland zu tun?
@rufux: Das Problem ist mA.n., dass scheinbar niemand zwischen Juden (aller möglichen Nationlitäten) und der israelischen Regierung unterscheidet. Die Rechte der ersteren dürfen doch nicht aufgrund der Fehler der zweiteren beschnitten werden. Dann können wir auch die Prostestanten hierzulande wegen Herrn bushs miserabler Außenpolitik anfeinden.
Juden sind Deutsche mit den selben Rechten und Pflichten wie deutsche Katholiken, Muslime, Prostestanten oder Hindus. Warum kann man sie nicht auch dementsprechend behandeln?
Das bedeutet doch nicht, dass man die Außenpolitik Israles nicht kritisieren darf, oder?
rufux meinte am 29.01.2008 14:21
@Heimer
natürlich hast du prinzipiell recht und natürlich darf man auch alles und jeden kritisieren und noch besser wäre es, wenn man es dann auch begründen kann...
eine kleine Besonderheit gibt es hier allerdings dann doch, denn jeder Jude bekommt auf Antrag fast automatisch auch die israelische Staatsangehörigkeit:
http://www.israswiss.com/israswiss/staatsbuerger/
zumindest das haben wir aber natürlich definitiv nicht zu kritisieren!
Heimer meinte am 29.01.2008 15:21
@rufux
1. Nicht jeder beantragt diese doppelte Staatsbürgerschaft.
2. Die "globale jüdische Gemeinde ist doch ebenso heterogen wie die meisten anderen religiösen Gemeinschaften. Da reicht ein blick in den Knesset um zu sehen wie ungeeint diese Gemeinschaft ist, die jedesmal pauschal als Ganzes angegriffen wird...
3. Die Geschichte des Judentums und die politische Lage Israels (umgeben von Staaten, von denen viele sein Existenzrecht anzweifeln und als wichtige Partner, Völker die jahrhundertelang ihre jüdischen Minderheiten diskriminiert und verfolgt haben und erst vor 60 Jahren, nach dem Horror des Holocausts angeblich damit aufgehört haben...) erklärt meiner Ansicht nach sehr gut, warum so viele jüdische Organsisationen so hyper-empfindlich auf manchen faux pas hierzulande reagieren.
4. Ich glaube ein gravierender Fehler, der bei solchen Diskussionen gemacht wird, ist, dass Deduktion und Induktion durcheinander gebracht werden. Sprich, die Kritik am eigentlichen Sonderfall "israelische Außenpolitik" wird sofort zur generellen Kritik am Judentum umgewandelt. Das ist m.A.n. ein grober Denkfehler, da die Zusmmenhänge in erster Linie konstruiert und nicht real-existent sind.
PolyluxZuschauer meinte am 29.01.2008 17:00
@Heimer:
Vielleicht habe ich das falsch wahrgenommen, aber die Schläger, die in letzter Zeit in öffentlichen Verkehrsmitteln andere Fahrgäste niederschlugen, waren in Westdeutschland zumeist ausländische Jugendliche bzw. solche "mit Migrationshintergrund", wenn auch vielleicht schon mit deutschem Pass, in Ostdeutschland hingegen eher Jugendliche aus der rechten Szene. Die Rechtsradikalen und die gewaltbereiten muslimischen Jugendlichen eint ihr Antisemitismus gegen die Juden.
Roland Koch hatte den Mut, darauf hinzuweisen, daß es in diesem Bereich Probleme gäbe. Vielleicht war seine Rhetorik dabei zu herzlos und nicht verständnisvoll genug. Aber wohin man mit zu viel Verständnis für die Notlagen anderer hingelangen kann, das zeigt uns die Visa-Affäre.
Heimer meinte am 29.01.2008 17:34
Äpfel und Birnen
@ plzuschauer
Also ich habe vom Koch zwar viel einseitige Kritik an gewalttätigen Ausländern gehört, jedoch hat er, soweit ich bei dieser Show-Diskussion zugehört habe, mit keiner Silbe die politisch motivierte Gewalt deutscher Jugendlicher, geschweige denn den in Deutschland teilweise wieder salonfähigen Antisemitismus kritisiert. Warum sollte er auch, viele Stimmen würde er damit wohl nicht gewinnen...
Im übrigen finde ich deine These, aufgrund eines ominösen, vereinenden Antisemitismus gewaltbereite muslimische Jugendliche mit Rechtsradikalen auf eine Stufe zu stellen ziemlich haarsträubend. Kannst du die begründen? Gab es irgendwo Übergriffe von muslimischen Jugendlichen mit antisemitischem Hintergrund?
Das einzig einende Element, dass ich bei diesen beiden Gruppen ausmachen kann ist Frust aufgrund mangelnder Aufstiegschancen und Zukunftsperspektiven.
Koch hat sich lediglich diesen kleinen Teilaspekt eines gewaltigen Gesellschaftsproblems herausgepickt, weil er glaubte damit in Hessen auf Stimmenfang gehen zu können, indem er die unbestimmten Ängste in der Bevölkerung auf eine bestimmte Gruppe umleitet. Zum Glück gibt es noch ausreichend differenzierende Menschen in Hessen, so dass dieser Schwindel nicht direkt belohnt wurde. Obwohl wir den Gollum vielleicht bald im Kabinett-Merkel als Wirtschaftsminister begrüßen dürfen...
http://www.zeit.de/news/artikel/2008/01/29/2465667.xml
PolyluxZuschauer meinte am 30.01.2008 13:13
@Heimer:
Habe etwa nur ich das so mitbekommen?
Der Türke, der zusammen mit dem Griechen den deutschen Rentner in der Münchner U-Bahn krankenhausreif geschlagen und getreten hat, der hat sein Opfer doch gleichzeitig noch als "Scheißdeutschen" bezeichnet.
Tja, wenn das kein Anti-Semitismus einer Minderheit (Türken) gegen eine Mehrheit (Deutsche) ist, dann weiß ich auch nicht.
Übrigens das Terrorisieren einer Minderheit (NSDAP-Schläger) gegen eine Mehrheit (friedliches restliches deutsches Volk), das hatten wir schon einmal - das "feiert" gerade seinen 75. Geburtstag!
Übrigens:
Hast Du dem Beitrag überhaupt zugehört?
Soweit ich das erkennen kann geht es gerade um das antisemitische Verhalten muslimischer Jugendlicher gegen die jüdischen Schüler. Und daß sich Rechtsradikale ausländer- und besonders juden-feindlich verhalten, das dürfte allgemein bekannt sein. Also sind sich beide Gruppierungen in ihrem anti-jüdischen Verhalten sehr ähnlich. Also kann man sie bezüglich des Antisemitismus in einen Topf werfen. Bestechend einfache Logik, wie ich finde.
Aber auch um einfache Logik zu erkennen, bedarf es schon eines gewissen Denk-Potentials, das offenbar bei Gutmenschen nicht so verbreitet ist, sonst würden sie diese Zusammenhänge schneller erkennen und die "fiese" Realität nicht länger leugnen.
rufux meinte am 30.01.2008 13:49
naja den Heimer würde ich jetzt mal nicht in diese dogmatische und (positiv) rassistische "Gutmenschen" Ecke stellen, denn der ist absolut in der Lage zu reflektieren und ich muss ihm auch hier Recht geben, denn das ist schon etwas zurechtkonstruiert was du da gerade schreibst, zumindest kommt es so rüber und halbstarke asoziale Jugendliche egal welcher Herkunft, die feige einen Rentner halb totschlagen, sind nicht zwangsläufig auch antisemitisch!
gut an Koch fand ich übrigens, dass er mal mit dem Tabu aufgeräumt hat, dass Gewalt von Jugendlichen nichtdeutscher Herkunft i.G. zu Gewalt von dann gerne immer auch zwangsläufig rechtsradikalen Ostdeutschen, in den Medien nicht vorkommen durfte, aber das wars dann auch schon und damit alleine lässt sich eben (glücklicherweise) doch keine Landtagswahl gewinnen, als Wirtschaftsexperte halte ich ihn dagegen aber für fähiger als Glos, obwohl in Hessen bekanntlich gerade die Law and Order Fraktion mal die ein oder andere Leiche im Keller hatte und man muss Politiker auch nicht unbedingt persönlich mögen, denn die machen nur einen Job...
Heimer meinte am 30.01.2008 16:38
@ plzuschauer: Bevor man hier vermeintlich verschwiegene Wahrheiten propagiert sollte man zumindest die Bedeutung der Wörter kennen die man benutzt. So definiert der Brockhaus
Antisemitismus:
der, Abneigung und Feindseligkeit gegenüber den Juden, auch (nationalistische) Bewegungen mit ausgeprägten judenfeindlichen Tendenzen; insofern irreführend, als nicht die Gesamtheit der semitischen Völker (z. B. auch Araber) gemeint ist.
Wenn also ein bayerischer Rentner von zwei polizeibekannten Halbstarken verprügelt und dann als „scheißdeutscher“ beschimpft wird, ist das ein brutales Verbrechen und gehört den Gesetzen entsprechend bestraft. Es ist aber eindeutig kein Fall von Antisemitismus, sondern sollte uns vielmehr auf die gesellschaftlichen Missstände aufmerksam machen, die eine solch krasse Verrohung von Teilen der deutschen Jugend bewirkt haben.
Hab mir den Beitrag aber noch mal angesehen und hatte anscheinend den Fall Sylvana überhört. Ich bestreite trotzdem, dass es einen latenten Antisemitismus in der deutsch-muslimischen Jugend gibt, der mit rechtsradikaler Ideologie gleichzusetzen ist. Wenn, dann ist dieser „Neo-Antisemitismus“ ein gesamtdeutsches Problem, das auch als solches angegangen werden sollte. Mit „wieder salonfähig“ meinte ich auch die deutschen Schulhöfe auf denen ich selbst auch schon sämtliche Judenwitze aus allen möglichen Mündern gehört habe.
Dabei fällt mir noch eine Frage ein: Wenn ein Antisemit auf der Suche nach Opfern ist, wohin wird er gehen? Zur öffentlichen Realschule oder zur jüdischen Oberschule? Der Beitrag impliziert das auch ein bisschen: Der Antisemitismus und die Zurückgezogenheit mancher Juden beeinflussen sich wechselseitig. Wer sich zurückzieht schafft damit Raum für alte und neue Vorurteile.
Ich stimme dem Fußballer am Ende vollkommen zu: Raus und „ran an den Feind“. Mir persönlich ist es erst mal völlig egal woran jemand glaubt oder nicht glaubt. Freue mich einfach über neue Gesichter. Diese Einstellung teilen glaube ich viele in den gottlosen Großstädten dieses Landes ;-)
Das schreibt sich jetzt zwar alles einfach, wenn man noch nie wegen seinem Glauben angegriffen wurde, aber ich bin eben passionierter Optimist...
P.S. @rufux: danke für die unerwartete schützenhilfe. Werde jetzt aber nicht meine Meinung zu Koch darlegen, sonst landen wir echt am Stammtisch;-)
PolyluxZuschauer meinte am 31.01.2008 00:55
@rufux+Heimer:
Zunächst mal grundlegend:
Es war hier nicht meine Absicht, Heimer in die Gutmenschen-Ecke zu stellen. Daher habe ich auch das meiner Meinung nach verminderte Denk-Potential der Gutmenschen angesprochen. Hätte ich Heimer direkt unterstellen wollen, in diese Ecke zu gehören, hätte ich entsprechend ihn direkt angegriffen und nicht die Gutmenschen.
Falls das trotzdem mißverständlich 'rüberkam:
Sorry, Heimer, war so nicht gemeint!
Jetzt aber gleich der nächste Angriff auf Heimer bzw. den Brockhaus:
Es interessiert mich schlicht nicht, was im Brockhaus an Definitionen steht. Ich hatte das Glück, auf dem Gymnasium (das die Wahlkampf-Gegnerin von Herrn Koch, Frau Y., übrigens abschaffen will, gleichzeitig schickt sie ihren Sohn auf ein privates Gymasium: Manche Kommunisten-Schweine sind halt auch heute immer noch gleicher als andere!) sowohl Latein als auch Alt-Griechisch lernen zu dürfen.
Wer ebenfalls das Glück hatte, weiß, daß "anti" sich mit "gegen" übersetzen läßt, "semi" läßt sich mit "halb" übersetzen. Antisemitismus ist also das "gegen eine Hälfte (der Bevölkerung) sein", das bedeutet nicht zwangsweise, daß immer nur die Juden gemeint sein müssen.
Somit ist die Aussage "Scheißdeutscher" genauso wie "Dreckstürke" oder "Judenschwein" rassistisch, aber eben auch antisemitistisch, weil alle drei Gruppen jeweils einen Teil unserer Bevölkerung ausmachen.
Ach so, und um sich nicht zurückziehen zu müssen, bedarf es einer gewissen Stärke, das bedeutet auch personelle Stärke. Willst Du einem Juden, der gleichzeitig von vier Türken/Arabern/sonstigen Muslimen angegriffen wird, weil die nicht zwischen der Politik Israels und Juden in Deutschland differenzieren können, ernsthaft raten, daß er keinen Schritt zurückweichen darf, damit die anderen "keinen Raum gewinnen"?
Das Ergebnis wäre, wenn Du Glück hast, daß der jüdische Schüler im Krankenhaus landet. Wenn Du Pech hast, wahrscheinlich auf dem Friedhof.
Wenn ich das richtig mitbekommen habe, hat bei dem deutschen Rentner auch nicht mehr viel gefehlt, so daß er beinahe auch auf dem Friedhof gelandet wäre.
Heimer meinte am 31.01.2008 03:42
Erstmal eine Lanze für die Überholspur! Denn ohne die Kritik von Herrn Links (nein ich meine damit keinen Web-Browser) würde dieses Land immer noch in Kaisers Vorgarten stillstehen!!
Die Umgangsformen lassen auf beiden Seiten zu wünschen übrig! In einer Demokratie beleget man seine Gegner für gewöhnlich nicht mit Tiernamen und nimmt angesichts der Notwendigkeit des Kompromisses von wilden Hasstiraden Abstand.
Die zweite Lanze geht für den Brockhaus zu Bruch: Der ist und bleibt ein verlässliches Nachschlagewerk! Leider kann ich mir wegen seines horenden Preises kein etymologisches Lexikon mehr leisten, aber der Fremdwörter-Duden kann doch auch trotz Rechtschreibreform als Zweitquelle dienen. Und siehe da, er verrät uns ähnliches:
An|ti|se|mi|tis|mus, der; -: a) Abneigung od. Feindschaft gegenüber den Juden; b) [politische] Bewegung mit ausgeprägt antisemitischen Tendenzen;
Und hier wird doch über a)nitsemitismus geredet, oder?
Ja, der Duden wird ebenfalls von der Brockhaus A.G. verlegt und wikipedia ist noch lang keine 100% Quelle, aber die allgemeine Tendenz bei der Definition von Antisemitismus geht schon in eine andere Richtung: das „anti“ wird zwar mit „gegen“ übersetzt – wie der brave Humanist richtig erkannt hat –, aber der „Semit“, gegen den sich dieser rassistische „mus“ richtet, wird nicht halbiert, sondern als Teil einer längst vergangenen Geschichte über Steintafeln, Stammbäume, Volksstämme und einen Superstecher namens Sem, ganz gelassen. Babylonier, Aramäer und alle anderen die sich jetzt beleidigt fühlen, mögen mir bitte verzeihen.
Aber bevor ich jetzt zu schreibselig werde und die ganze Kohlensäure von dem Weißbier mich dazu bringt über neue Sprachansätze zu philosophieren, anstatt mich Themen wie Integration, Kulturenaustausch und Ansätze zu neuem Großstadtleben zu informieren, gehe ich lieber ins Bett.
P.S. Mir ist schon klar, dass eine Öffnung immer auch Risiken birgt. Aber wer außer Herrn usaq will denn hier schon gerne sein Leben lang hinter einer Mauer leben? Wer beschützt denn die Kinder auf dem Nachhauseweg? Wer auf dem Weg durch die Stadt, durch das (Nacht)Leben? Fällt das alles aus? Bei dem oben zu sehenden Grinsen wohl eher nicht...
Da wäre es doch von Vorteil, wenn sie so früh wie möglich unter "andere" Leute kämen, oder? Freunde und Erfahrungen auch in anderen Kultur- oder sonstigen Kreisen sammeln? Öffentliche Schulen könnten dabei ganz hilfreich sein. Genau das gleiche gilt auch für Türken, Hindus, Bayern und E.T., eihentlich für generell jedes individuum hier.
Das ich mir da wieder ein schön idealistisches Bild der Realität gemalt habe ist mir schon irgendwie klar. Aber grundsätzlich behindern Mauern eher die Verständigung, als dass sie sie fördern...
rufux meinte am 31.01.2008 12:20
Evolution statt Revolution
Einspruch euer Ehren der internationale Kommunismus ist so überflüssig wie ein Kropf und auch historisch gesehen hat der die Menschheit nicht weitergebracht, sondern eher im Gegenteil und es gibt sogar Leute die sagen ohne Kommunismus hätte es auch nie einen Faschismus und Nationalsozialismus gegeben.
die historische blutige "Leistung" der französischen und russischen Revolution relativiert sich genauer betrachtet doch ziemlich und eine deutsche fand eigentlich gar nicht erst statt und ironischerweise gelten heutzutage gerade die evolutionär zum Parlamentarismus gewandelten europäischen Monarchien als vorbildliche Demokratien mit der höchsten Akzeptanz in der jeweiligen Bevölkerung.
PolyluxZuschauer meinte am 31.01.2008 14:24
@Heimer:
Gut, wenn sich Antisemitismus also nur auf Juden beziehen darf, weil Gott Brockhaus das so behauptet, wie willst Du dann die Bezeichnung "Scheißdeutscher" verfolgen (wenn überhaupt)? Nur als "ordinäre Beleidigung"?
Dann wundert es mich nicht, daß die Verhältnisse so sind, wie sie sind, nämlich daß "die Deutschen" vor "den Türken" immer weiter zurückweichen - ein Verhalten, das von Dir - wenn es um Juden als Opfer geht - schwer gerügt wird.
Heimer meinte am 31.01.2008 20:11
@plzuschauer: „Scheissdeutscher“ kann man wohl auch als eine Form von Rassismus bezeichnen. Aber diesem Threat hier geht es nicht um die Beziehungen und Gewalt zwischen Deutschen und Migranten, sondern um die berechtigte Angst der jüdischen Gemeinde in Deutschland vor einer ganz speziellen und trotz der deutschen Geschichte wiedererstarkenden Form des Rassismus: Den Antisemitismus. Und nicht Gott hat dieses Wort so definiert, sondern die Menschen die es täglich benutzen. (der Brockhaus hats nur aufgeschrieben...) Womit ich wieder bei dem Ausgangspunkt meiner Kritik an dir bin: Koch hat zu diesem Thema kein einziges Wort in seinem Wahlkampf verloren und hat hier m.M.n. deswegen nichts zu suchen.
@rufux: Warum regt sich denn „Herr Rechts“ immer auf, wenn er als Nazi bezeichnet wird, zögert aber nie „Herrn Links“ als Kommunist zu beschimpfen? Blöde Nazikommunisten!
Ich glaube ohne Revolution wäre es nie zu irgendeiner politischen Veränderung gekommen. Insofern haben linke revolutionäre Ideen und ihre Vertreter nicht nur eine Existenzberechtigung, sondern sind m.M.n. unabdingbar für eine funktionierende Demokratie! Ob in Europa oder den USA wohl irgendwelche demokratischen Entwicklungen stattgefunden hätten, wenn das französische Volk nicht die „gottgegebenen“ Strukturen revolutioniert und die Trikolore als Freiheitssymbol gedient hätte? Wäre aber mal ein interessantes Thema: Evolution ohne Revolution. Aber nicht hier, denn das Thema ist ja Antisemitismus...
PolyluxZuschauer meinte am 01.02.2008 13:03
@Heimer:
Du hast zwar recht, daß es hier zunächst einmal darum geht, die Angst der jüdischen Schüler vor muslimischen oder rassistischen oder antisemitischen oder terroristischen Übergriffen geht.
Meiner Meinung nach sind diese jüdischen Schüler aber "nur" die Opfer-Vorhut, denn ich glaube, daß auch immer mehr Deutsche Opfer von Gewalt werden, die von jungen Migranten an ihnen ausgeübt wird.
Roland Koch hat auf diese Problematik hingewiesen. Obwohl er dabei sehr vorsichtig vorging und es sicher nicht so hart formulierte, wie ich es hier manchmal tue, so hat er sich dabei doch den Vorwurf des Rassismus zugezogen.
Dabei hat er doch nur den Finger in die Wunde gelegt, auf ein gesellschaftliches Problem hingewiesen und sich dabei ausschließlich auf Fakten gestützt, die in jeder entsprechenden Statistik nachzulesen sind.
Heimer meinte am 01.02.2008 14:01
Und genau da scheiden sich unsere Geister. Du glaubst wie Roland Koch, dass die einzigen Aggressoren in diesem Konflikt Jungendliche mit Migrationshintergrund sind. Das mag bei der hochgeKochten „Scheissdeutschen“-Problematik ja auch der Fall sein. Wenn du hier aber von der Spitze eines Gewalt-Eisberges redest, klingt es plötzlich ziemlich verlogen die Gesamtschuld einer einzelnen Gruppe zuzuschieben. Diese neue Qualität der Gewalt hat keinen ethnischen sondern einen gesellschafts-strukturellen Ursprung. Chancenungleichheit, Armut, Perspektivlosigkeit, die verzerrte Realität der Medien etc sorgen für immer mehr Frust in den sozial schwachen Familien. Dazu gehören in Deutschland unverhältnismäßig viele Migranten, die aber aufgrund der Öffnung der sozialen Schere nicht alleine sind...
Der Antisemitismus geht ja auch nicht ausschließlich von der muslimischen, sondern ebenso von der deutschen Jugend aus. Sollte man also Maßnahmen gegen die antisemitischen Tendenzen auf deutschen Schulhöfen ergreifen, reicht es eben nicht einfach aus jedes ausländische Kind rauszuschmeißen. Oder was hatte Koch vor? Die deutschen Kinder reißen doch mindestens genauso viele Judenwitze, finden Juden doof und geizig und sind angeblich mit der Holocaust-Thematik überfordert etc. BULLSHIT!!
Die einseitige und viel zu kurz gegriffene Kritik von Koch war m.M.n. eine reine Wahlkampfshow. Das einzig positive was ich daran entdecken kann ist, dass aufgrund seiner Niederlage die gescheiterte Integrationspolitik wieder in den Fokus rückt. Integration erreicht man aber bestimmt nicht, indem man die alleinige Schuld einer bestimmten Gruppe zuschiebt und diesen Sündenbock dann abschiebt...
Keine noch so gute Integrationspolitik kann die antisemitischen Tendenzen innerhalb der deutschen Jugend auffangen. Dafür braucht es u.a. neue Lehransätze in allen Schulen (nicht nur Gymnasium) und vielleicht auch ein bisschen mehr Hilfe von Seiten der Betroffenen selbst...
P.S. uups jetzt hab ich ja selber zur Systempeitsche gegriffen...
PolyluxZuschauer meinte am 01.02.2008 15:05
@Heimer:
Wenn Du Recht hättest, daß es sich nur um ein Unterschichten-Problem handelt, dann müßte sich die Anzahl der Migranten zur Anzahl der Deutschen unter den Gewalttätern genauso verhalten wie die Anzahl der Migranten zur Anzahl der Deutschen in der Gesamtbevölkerung.
Dem ist ja gerade nicht so. Und genau darauf hat Roland Koch hingewiesen, daß die Migranten unter den Gewalttätern völlig überdurchschnittlich repräsentiert werden. Das widerspricht doch eindeutig Deiner Aussage, Heimer, daß es sich nur um ein Unterschichten-Problem handelt. Oder sehe ich das jetzt falsch?
Ach so, und um das mit den Migranten/Ausländern etwas einzuschränken:
Von gewalttätigen Einwohnern, die aus den USA, England, Frankreich, Japan oder so stammen, habe ich in der Presse noch nichts vernommen. Es ging bisher meist nur um Gewalttäter mit muslimischem Migrationshintergrund.
Merkwürdig auch in diesem Zusammenhang:
Natürlich sind die wenigsten Muslime Terroristen, aber fast alle Terroristen in letzter Zeit waren Muslime.
Merkwürdig, oder?
Heimer meinte am 01.02.2008 16:06
Dann schau dir doch bitte den Anteil der Deutschen mit Migrantionshintergrund an den sozial schwachen Gesellschaftsteilen an. Der ist so hoch, dass Kochs Interpretation der Kriminalstatistik mehr als lächerlich wirkt!
Wer keine Perspektiven hat gerät natürlich auch schneller auf die schiefe Bahn. Das gilt für den relativ homogenen Osten genauso wie für den heterogenen Westen dieses Landes.
Jedenfalls finde ich deine und Kochs Hetze gegen eine "muslimische Gewalt" nicht nur sehr kurzsichtig, unfair und undifferenziert, sondern auch irgendwie extrem widerlich!
Fast so widerlich wie der Antisemitismus, um den es hier eigentlich geht und der keines Falls ein rein muslimisches und schon gar kein reines Unterschichtenproblem ist!
PolyluxZuschauer meinte am 02.02.2008 00:08
@Heimer:
Tut Koch etwas für die Integration der Migranten, indem er sie dazu zwingt, Deutsch zu lernen, um dadurch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft allgemein zu erhalten, dann heißt es, er betreibe Zwangsgermanisierung.
Tut er das nicht, sondern überläßt die Migranten sich selbst, so daß diese wegen ihrer Schwierigkeiten mit der Deutschen Sprache einen überproportionalen Anteil an der Unterschicht stellen (was ich mir zwar gut vorstellen kann, eine solche Statistik ist in der Presse bisher aber nicht aufgetaucht. Warum eigentlich nicht?), dann haben wir den Salat. Spricht er dann diese Problematik an, heißt es, er sei Rassist.
Was soll er denn überhaupt tun?
Einfach nur still da sitzen und das Beste hoffen, das kann doch nicht die Lösung sein.
Und mit der Verständnis-Tour, auf die die Gutmenschen so sehr abfahren, mit der kommt man ja ganz offensichtlich nicht weit, wie man gerade sieht.
Das hülfe vielleicht bei "normalen" Migranten. Aber die muslimischen Migranten fühlen sich ja überall und jederzeit in ihrer Ehre verletzt und angegriffen. Die sehen nicht, daß auch sie etwas zum Gelingen von Integration beitragen müssen. Es wird Zeit, daß die bereits hier Lebenden das denen klar machen.
Heimer meinte am 02.02.2008 00:26
Was er tun soll? M.M.n. erstmal zurücktreten!
Aber um Herrn Koch geht es hier auch gar nicht, was ich auch irgendwo schonmal geschrieben habe...
Stephan meinte am 28.01.2008 17:50
Reizthema...
@spaetzlepower: Die Sicherheitszäune, Betonblöcke, Kameras etc. vor jüdischen Einrichtungen in berlin entsprechen nicht immer unbedingt dem Wunsch der jüdischen Gemeinden- das sind oftmals polizeiliche Maßnahmen, vom Senat angeordnet aufgrund bestimmter Drohungen, die BKA und Geheimdienste so einfangen.
Allerdings muss ich doch schon den Kopf schütteln, wenn ich höre, dass israelische Sicherheitskräfte in Deutschland patrouillieren....hallo? Das ist eine jüdische und keine israelische Schule und auch kein Botschaftsgelände.
Jüdische Kultur in Deutschland einerseits und Israels chauvinistische Außenpolitik andererseits sind zwei völlig unterschiedliche Dinge, die nichts miteinander zu tun haben. Aber solange die Jüdischen Gemeinden hierzulande dem Staat Israel regelrecht in den A... kriechen und sich als Sprachrohr dieses Staates betätigen fällt es mir einfach schwer da einen Unterschied zu machen!
Das Menschen aufgrund ihrer Religion oder ethnischen Herkunft angegriffen werden ist natürlich ohne jede Diskussion widerlich!
rufux meinte am 28.01.2008 21:47
Weltverschwörung
der Mossad hat seinen langen Arm doch bekanntlich überall ;-)
aber im Ernst warum sollten denn keine privaten israelischen Sicherheitskräfte dort angestellt sein?
es gibt hierzulande doch auch türkische Reinigungskräfte und polnische Bauarbeiter oder auch russische Wissenschaftler, so what?
GSG9 meinte am 30.01.2008 02:40
da kann man aber tatsächlich von ausgehen das diese siherheitskräfte auch beim mossad wenigstens mal auf der informandenliste stehen.
rufux meinte am 30.01.2008 13:28
selbst wenn und wer weiss auf welcher Informanten- und/oder sogar Gehaltsliste du vielleicht stehst?
so lange bestimmte Dienste nur beobachten und nicht systematisch und rechtlich völlig unkontrolliert alles und jeden und auch gerade im eigenen Land bespitzeln, oder sogar Intrigien schmieden und Straftaten oder Verschwörungen anzetteln, habe ich prinzipiell nichts dagegen, weil auch das leider sein muss in einer wehrhaften Demokratie, denn auch dieses Forum hier bietet ja einen kleinen Einblick , was sich manche so für ein Weltbild leisten und das tatsächlich auch noch ernst meinen...
Juja meinte am 29.01.2008 02:40
Hartes Brot
Eine Freundin von mir besucht diese Schule ebenfalls ohne selsbt Jüdin zu sein, dennoch hat sie von beginn an Hebräisch gelernt und selbst auch den Wunsch gehabt dort unterrichtet zu werden. Was mir bei dieser Diskussion auffällt ist die Leichtgläubigkeit der Menschen, die sich von dem Toleranzproblem so distanziert glauben, dass sie mit einer unantastbaren Selbstsicherheit über die extremen Gruppierungen schimpfen,die den Judenhass propagieren. Entweder ist es der ungebildete "dumme" Teil der Bevölkerung oder es sind extreme Moslems... damit will ich deren Verhalten in keiner Weise rechtfertigen oder legetimieren aber ich apelliere damit an jeden sich selbst zu fragen ob er/sie so frei von Vorurteilen,Intoleranz ist und über das eigene Handeln frei entscheiden kann , das diese Selbstsicherheit wirklich gerechtfertigt ist. Wenn dies nach langer Überlegung beibehalten wird, dann möchte ich denjenigen meine gesamte Bewunderung ausdrücken. Ich selbst habe mir zwar dies als Ziel gesetzt ,sehe mich aber noch weit davon entfernt.... denn es sind nicht nur die "dummen" Menschen die nach wie vor über Judenwitze lachen koennen oder die sich dem Filmmaterial mit einer perversen Schaulustigkeit ,die dem Gefühl der Angst eines Horrorfilms gleicht, widmen... und wie uns die Vergangheit bewiesen hat beginnt alles in den Köpfen... Ich glaube das es wichtig ist Kinder schon früh lehren das Toleranz eine wichtige Tugend ist und andere Glaubensrichtungen oder Kulturen lehrreich sein koennen und ich denke meine Freundin geht da mit einem sehr guten Beispiel voran.
rufux meinte am 29.01.2008 11:40
nobody is perfect
sehr schöne Worte, bei mir persönlich gilt (nach langer Überlegung) Toleranz eigentlich gegenüber jedem, der selbst tolerant ist, im anderen Fall wird daraus allerdings ganz schnell absolute Null-Toleranz!
Heimer meinte am 29.01.2008 15:33
Sehe ich im Grunde genauso. Ich für meinen Teil habe sicher auch mein Scherflein an vorgefestigten Meinungen und Vorurteilen zu tragen, mühe mich aber redlich diese ständig zu hinterfragen und gegebenenfalls zu korrigieren.
Tatsache ist aber auch, dass ich mich für Religion an sich nicht sonderlich interessiere. Deshalb interessiert es mich auch nicht sonderlich was für religiöse Ansichten oder welchen Glauben meine Freunde haben. (solange sie mit ihren nsichten nicht die Freiheiten von anderen beschneiden wollen) Bei der oben erwähnten Freundin dauerte es fast ein Jahr bis das Thema Religion auf den Tisch kam,dort ungefähr 5 Minuten herumlag und dann wieder verschwand...