Nein, hier soll es nicht um die Olympischen Spiele gehen. Darueber berichten andere besser. Dieser Text handelt von einem Thema, das seit Jahren für aufgeregte Debatten, heftige Gerichtsurteile und überbezahlte Anwälte sorgt. Es geht um sogenannte illegale Musikdownloads, also um kostenlose Downloads, die von den Inhabern der Rechte dazu nicht freigegeben wurden.
Besonders in China gehen der Musikindustrie nach eigenen Berechnungen jährlich mehrere 100 Millionen Dollar verloren. Über diese Zahl kann man immer diskutieren, darum soll es hier aber auch nicht gehen. Sondern um ein neues Geschäftsmodell, mit dem Google in China die Musikindustrie und natürlich sich selbst glücklich machen will. Die Idee ist denkbar einfach.
Nach einem Bericht der taz hat Google in China eine eigene Musiksuchmaschine aufgebaut. Die verlinkten Songs können kostenlos heruntergeladen werden - mit dem Segen der Musikindustrie. Die kassiert von Google Lizenzgebühren und die Kalifornier versuchen die Ausgaben über Werbung zu refinanzieren. So einfach ist das.
Da die Staatsanwälte in Deutschland auch keine Lust mehr haben, Nutzer von Tauschbörsen zu jagen und das Geschäftsmodell CD-Verkauf schon lange keine tollen Umsätze mehr beschehrt, ist es vielleicht auch nur noch eine Frage der Zeit, bis sich werbefinanzierte Downloaddienste auch hierzulande etablieren.

