In der gestrigen Sendung haben wir einen Beitrag über die Volksdroge Speed gebracht. Einer der Protagonisten hat unsere Redakteurin getäuscht. Das Ganze ist die Aktion einer Spaßguerilla „Kommando Tito von Hardenberg“, die damit unter anderem ein dreizehntes Monatsgehalt für die Arbeiter der Schiffabwrackungsindustrie von Bangladesh fordert.
Der Protagonist, ein Schauspieler, hat sich heute bei der Autorin schriftlich entschuldigt und stolz auf seine schauspielerische Leistung verwiesen. Ob die Angaben der Spaßguerilla nun stimmen oder nicht: In der Tat war seine schauspielerische Leistung exzellent. Während der gesamten Recherche, in allen Gesprächen und Telefonaten schien er gleichbleibend glaubwürdig.
Letztendlich sind wir vor einer solchen bewussten Täuschung nicht gefeit. Selbstverständlich kann die Autorin einen Protagonisten nicht zum Konsum von Drogen auffordern oder das weisse Pulver in seiner Wohnung testen. Mit einem Ziel der Spaßguerilla können wir uns im Übrigen durchaus identifizieren. Auch Polylux ist gegen die Ausbeutung von Praktikanten. Bei uns werden auch keine ausgebeutet.
Das wir diesen Beitrag nun erst einmal von der Seite herunter genommen haben, kann man wohl kaum als Zensur bezeichnen. Es ist doch klar, dass wir einem falschen Protagonisten kein weiteres Forum geben. Polylux ist herein gelegt worden, daran ist leider nichts zu deuteln.

